27 Jul

Bekämpfung von Insekten – Teil 2: Chemische Waffen

Spray bottle insecticide clouds and dead fly on white background isolated

Der Schutz vor Insekten ist vielfältig. Damit ist die Qual der Wahl groß. Grundsätzlich muss jeder Mensch individuell entscheiden, welche Variante am besten seinen Bedürfnissen entspricht. Das ist beispielsweise von der eigenen Anfälligkeit und Reaktion auf Insektenstiche abhängig. Es ist kein Geheimnis, dass Plagegeister auf bestimmte Gerüche und Ausdünstungen von Menschen „fliegen“. Natürlich steht eine notwendige Bekämpfung auch in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der Stechmücken. Ein Blick auf chemische Waffen macht durchaus Sinn.

Die „chemische Keule“ löst bei den meisten Menschen ein negatives Gefühl aus. Warum kommt es dazu? Chemie setzen viele in Verbindung mit dem Prädikat „ungesund“. Dieser Zusammenhang kommt keineswegs aus heiterem Himmel. Denn synthetische Insektensprays lösen nicht nur bei den Kleintieren negative Folgen aus. Die Wirkungsweise ist klar: Die Sprays verändern den Körperduft und wirken somit direkt auf den Geruchssinn der Insekten ein. Diese verlieren das Interesse an einer „saftigen Mahlzeit“.

Ziel erreicht? Primär schon. Allerdings mutieren die Anwender nicht selten zu Patienten, weil Rötungen und Reizungen die Folge sein können. Diese Gefahr besteht, falls beispielsweise offene Hautwunden oder die Augen eine Ladung abbekommen. Der Gebrauch bei Schwangeren und Kleinkindern ist medizinisch aufgrund von Nebenwirkungen ohnehin gefährlich. Auch die Entstehung von allergischen Reaktionen ist keine Illusion.

Die Anwendung von chemischen Insektensprays könnte sich also schnell zum Eigentor entwickeln. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings dazu, dass die künstlichen Stoffe in einem Punkt die Nase gegenüber ihren natürlichen „Konkurrenten“ vorne haben. Zwar entfalten ätherische Öle eine ähnliche Wirkung und vermiesen den Plagegeistern die Lust an der „Zapfstelle“. Durchs Schwitzen verlieren derartige Essenzen jedoch deutlich schneller an Nachhaltigkeit.

Insektensprays sind nicht gleich Insektensprays. Zumindest aus Sicht der fliegenden Tiere gibt es sogar zwei überlebenswichtige Unterschiede. Insektizide verbreitet der Mensch über Sprays oder in den vier Wänden durch Elektroverdampfer. Sie töten die Insekten und machen dabei weder vor nützlichen noch vor schädlichen Halt. Bei einer Alternative kommen die Stechmücken zwar nicht zu ihrem Ziel, begeben sich aber nicht in Lebensgefahr. Sogenannte „Repellents“ oder „Insektenabwehrstoffe“ basieren ebenso auf chemischen Stoffen. Sie werden als Lotion, Roller, Mückenpflaster oder Spray auf die Haut aufgetragen. Durch die Verdunstung entsteht ein Schutzfilm. Folglich suchen Insekten das Weite, segnen allerdings nicht vorzeitig das Zeitliche.

Die Zusammenfassung fällt ähnlich wie beim ersten Teil der „biologischen Waffen“ aus. Jeder muss für sich entscheiden wie hart die Bandagen ausfallen sollen. Verschiedene Ursachen wurden eingangs erwähnt. „Biologische Bekämpfung“ zu wirkungslos, „chemische Waffen“ zu heftig? Auf alle Fälle macht die Ergänzung zu beiden Varianten in mechanischer Form absolut Sinn. Dazu zählen unsere Fliegengitter oder Moskitonetze um das Schlafgemach.

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