05 Jun

Dem Klimawandel mit Insekten auf der Spur

Hochalpines Wespennest, von Geolina163 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40177061

Ein staatlich gefördertes Forschungsprojekt der Universität Würzburg untersucht in den Alpen die Auswirkungen des Temperaturanstiegs auf das Ökosystem, insbesondere den Artenreichtum und Merkmale der bestäubenden Insekten.

Im abgelaufenen Wonnemonat hat uns das Wetter deutlich gezeigt, was uns in Mitteleuropa höchstwahrscheinlich in Zukunft öfter blüht. Der Frühling ging viel zu früh in einen vorweggenommenen Hochsommer über. Einerseits traumhaft für Sonnenanbeter, im Angesicht einhergehender schwerer Unwetter mit hohen Schäden andererseits beängstigend.

Der Klimawandel lässt sich nicht aufhalten. Diese ganz offensichtlich unverrückbare Tatsache betrifft uns alle. Fraglich und kontrovers diskutiert bleiben die Szenarien dessen, was auf uns zukommt. Diesem Stresstest werden nicht nur die Menschen, sondern mehr noch die Pflanzen- und Tierwelt unterzogen. Stärker als im Flachland zeigen sich die Auswirkungen der Temperaturveränderungen im Gebirge, da sich dort von Natur aus mit jedem Höhenmeter die Bedingungen ändern.

Im Nationalpark Berchtesgaden untersucht derzeit eine Juniorforschungsgruppe des Biozentrums der Universität Würzburg Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Dabei vergleicht das Team unter der Leitung der Ökologin Dr. Alice Claßen die derzeitigen Populationen mit historischen Trockenpräparaten und hofft auf wesentliche Erkenntnisse. Das Projekt mit der Bezeichnung „Wandelt Klima Arten? Zur Adaptabilität von Bestäubern im alpinen Raum (ADAPT)“ ist auf fünf Jahre ausgelegt und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit etwa 1,2 Millionen Euro gefördert. Es ist eine von einer ganzen Reihe von Initiativen, um die natürlichen Lebensräume und damit die Insektenvielfalt als wesentliches Element zu erhalten.

Bevor wir Menschen mühsam selbst Hand anlegen wie bereits heute in manchen Regionen Chinas, überlassen wir lieber den Bienen, Hummeln und ihren geflügelten Kollegen die lebenswichtige Aufgabe des Bestäubens. Dafür nehmen wir gerne in Kauf, dass sie nicht nur die Blüten, sondern auch uns Zweibeiner umschwärmen. Damit sie sich dabei nicht unnötig in unsere Wohnungen verirren, gibt es Muggergitter für Fenster und Türen. Sie wissen schon….

Weitere Informationen zum Projekt der Uni Würzburg finden Sie hier.

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