28 Feb

Der Award für Krabbeltiere: Eine Videoreise durch die „Insekten des Jahres“ von 1999 bis 2017 – Das Jahr 2000

Gemeiner Rosenkäfer (Cetonia aurata) auf einer gelben Zuchtrose, fotografiert in Heidelberg (Baden-Württemberg, Deutschland). Foto: User 4028mdk09, Wikimedia Commons

Auch im Jahr 2000 wurde, nach der Gemeinen Florfliege im Jahr 1999, ein “Insekt des Jahres” gekürt. Bei diesem Sechsbeiner handelt es sich um ein ganz besonderes Modell. Als “fliegenden Smaragd” bezeichneten ihn damals schwärmerisch die Medien und spielten damit auf seinen geheimnisvoll grün schillernden Panzer an: Die Rede ist vom Goldglänzenden Rosenkäfer.

Der Goldglänzende oder auch Gemeine Rosenkäfer (Cetonia aurata) entstammt der Familie der Blatthornkäfer und gehört in Deutschland zu den geschützten Käferarten. Den Namen (Cetonia: altgriech. “Metallkäfer”, aurata: lat. “vergoldet”) verdankt er der metallisch glänzenden Oberfläche seines Körpers, die in verschiedenen Farbtönen, von grün über golden bis hin zu blauviolett, schimmert. Seine Körperunterseite ist rotgolden und die  Flügeldecken besitzen weißliche Fleckenzeichnungen. Die Oberseite des Käfers ist mit einzelnen feinen Haaren besetzt, die Unterseite dagegen dicht und lang behaart.
Die Unterscheidung zwischen Männchen und Weibchen gestaltet sich relativ einfach: Im Gegensatz zum Weibchen hat das Männchen eine flache Längsfurche auf der Bauchseite.

Eine Besonderheit des Käfers ist, dass seine Flügeldecken an ihrer Naht fest miteinander verwachsen und nicht wie bei anderen Käfern einzeln ausklappbar sind. Er ist aber trotzdem ein guter Flieger, da ihm seitliche Ausbuchtungen erlauben, seine Hautflügel auszubreiten.

Der Goldglänzende Rosenkäfer fliegt von April bis September und ist vorwiegend in Europa, aber auch in weiten Teilen Asiens beheimatet. Die ausgewachsenen Tiere findet man häufig an Blüten, beispielsweise von Rosen, Obsthölzern, Holunder oder Disteln.

Die Larvenentwicklung des Käfers dauert zwei bis drei Jahre. In dieser Zeit lebt er in morschem Holz, Kompost und selten auch in Ameisenhaufen. Gartenbesitzer können hier besonders von dem Insekt profitieren, denn die Larve verwertet insbesondere Holzbestandteile im Boden und hilft dadurch aktiv beim Kompostiervorgang. Die Verpuppung findet in einem Kokon aus Erdreich und Holzfasern statt.

Der Gemeine Rosenkäfer wird etwa 1,5 bis 2 cm groß und 3 bis 5 Monate alt. Er ernährt sich von Pflanzensäften, Pollen und Blütennektar und ist nur am Tag anzutreffen.

Genießen Sie im Youtube-Video von Dennis Martinsson die Schönheit des nützlichen Gartenbewohners.

Hier kommt das Insekt des Jahres 2000!

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