09 Mrz

Eine Insektenschutz Weltreise: Sonderausgabe – Der Zika-Virus

Foto: Fevzi ÖZ, depositphotos.com

Am 1. Februar 2016 wurde von der WHO der “Öffentliche Gesundheitsnotstand internationalen Ausmaßes” ausgerufen. Der Grund: Der Zika-Virus wurde gehäuft in Lateinamerika, doch besonders in Brasilien, diagnostiziert und steht in dringendem Verdacht, Missbildungen an Föten zu verursachen. Doch welche Auswirkungen hat der Virus? Wie und wo kann man sich anstecken und – noch viel wichtiger – wie kann man sich davor schützen?

Trotz der weltweit enormen Anstrengungen, den Zika-Virus in den Griff zu bekommen, ist es bisher noch nicht gelungen, alles über den Virus herauszufinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jedoch die wesentlichen Fakten zusammengefasst:

  • Aufkommen:

Eine epidemische Verbreitung des Virus ist aktuell weltweit nur in Tropen- und Subtropenregionen nachgewiesen. Neben Polinesien (Südpazifik) und Tropenregionen in Afrika ist die Ansteckungsgefahr in Brasilien und Kolumbien momentan relativ hoch. In anderen Ländern wurden bisher nur Einzelfälle nachgewiesen.

  • Ansteckung:

Der Virus wird hauptsächlich durch den Stich der Tigermücke (Aedes aegypti) übertragen. Einzelfälle belegen allerdings, dass sich das Virus ebenfalls durch Geschlechtsverkehr beziehungsweise Tröpfcheninfektion weiter verbreitet.

  • Inkubationszeit und Symptome:

Die Inkubationszeit wird auf ein paar wenige Tage eingegrenzt. Da die Symptome denen des Dengue-oder Gelbfiebers gleichen, ist die Forschung an dieser Stelle jedoch äußerst schwierig und nur schwer auf den Zika-Virus zurückzuführen. Bekannte Symptome können Fieber, Hautausschläge, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit sein.

  • Mögliche Folgeschäden durch die Zika-Virus-Erkrankung:

Offizielle Stellen vermuten derzeit, dass eine Zika-Virus-Erkrankung auch neurologische Langzeitschäden mit sich führen kann.

Zum einen verhärtet sich der Verdacht täglich, dass eine Erkrankung mit Zika bei Schwangeren zu einem erhöhten Aufkommen von Mikrozephalie bei deren Kindern führt. Die Wachstumsstörung des Schädels im Mutterleib hat eine geistige Behinderung des Kindes zur Folge.

Außerdem berichteten Gesundheitsbehörden in Brasilien von einem vermehrten Auftreten des Guillain-Barré-Syndroms, einer Entzündung des peripheren Nervensystems, die in einigen Fällen Lähmungen oder in 5 % der Fälle auch zum Tod führen kann.

Der Zika-Virus wird als mögliche Ursache dieser beiden Krankheiten erforscht, ist jedoch noch nicht endgültig nachgewiesen.

  • Vorbeugemaßnahmen:

Als wichtigste Maßnahme zum Schutz vor dem Zika-Virus wird der Schutz vor Insektenstichen kommuniziert. Die WHO rät zu langer, heller Kleidung sowie zu Moskitonetzen an Fenstern und über Schlafplätzen, sowie den gängigen Insektenabwehrmitteln. Konkret wurden dabei Mittel mit den Wirkstoffen DEET, IR3535 und Icaridin genannt. Gesundheitsbehörden und Regierungen kümmern sich besonders in den akut betroffenen Regionen ebenfalls um das Ausbringen von Insektiziden und Larviziden, um die Anzahl der Moskitos und damit die Ansteckungsgefahren zu verringern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der WHO und allen offiziellen Stellen.

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