08 Jan

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten: Insektenschutz international Teil 2 – Südafrika

Dorf in den Bergen Südafrikas. Foto: Peter Wollinga / Depositphotos.com

In unserer Serie zum Insektenschutz beleuchten wir die Welt der Insekten in den verschiedenen Teilen der Welt – und natürlich auch die Methoden zum Schutz vor kleinen Krabblern und fliegenden Plagegeistern.

Den ersten Aufenthalt unserer Insektenschutz-Weltreise haben wir im warmen Thailand verbracht. Gerade jetzt, da uns das triste Winterwetter eingeholt hat, packt den einen oder anderen etwas Fernweh, die Sehnsucht nach Wärme und vielleicht auch nach Abenteuer.

Auf der südlichen Halbkugel unseres Planeten ist jetzt gerade Sommer und somit natürlich die beste Zeit für Insekten. Ein Land, das vielen beim Gedanken an Hitze und ungezähmte Natur in den Sinn kommt, ist …

Heute: Die Republik Südafrika

Das Land mit dem berühmten Kap an der Südspitze des afrikanischen Kontinents steckt voller Gegensätze. Pulsierende Metropolen wie Pretoria und Kapstadt, blühende Gebirgslandschaften aber auch die spärlich besiedelte Region der Kalahari im Nordosten und schroffe Küstenstreifen kennzeichnen das Land. Reisende suchen dort das besondere Erlebnis: Safaris, Bergtouren in den Drachenbergen oder Sonnenbaden an malerischen Stränden.

Klima:

Genauso wie das Land selbst, sind auch die klimatischen Bedingungen je nach Region sehr unterschiedlich: Vom gemäßigten maritimen Klima an den Küsten bis zum unbarmherzigen Wüstenklima ist dort alles möglich.

Insekten:

Obwohl es einige Gegenden in Südafrika gibt, die man unbedenklich bereisen kann, sollte man sich vor Reiseantritt unbedingt mit dem Thema Insekten auseinandersetzen.

Während der Regenzeit zwischen Oktober und Mai sind Stechfliegen nämlich weit verbreitet. Besonders in der Nähe von Flüssen und stehenden Gewässern aber auch generell nach Regenfällen können eine Vielzahl von Blutsaugern umherschwirren – und die sind nicht ganz ungefährlich.

Ein erhöhtes Infektionsrisiko mit Malaria ist die Folge. Auch Dengue-Fieber, Gelbfieber, die Schlafkrankheit und viele andere Krankheiten werden durch Insektenstiche übertragen. Zecken, Spinnen oder auch Egellarven geben zudem unter anderem Borreliose und Bilharziose weiter. Da die ausgebrochenen Krankheiten mancher Infektionen fatale Folgen haben können, sollte das Reiseziel genauestens ausgewählt sein. Einige Monate vor Reiseantritt sollte auch unbedingt ein Tropenarzt für eventuelle Impfungen und entsprechende Medikation zu Rate gezogen werden.

Was hilft?

Wie bereits im ersten Teil unserer Serie vorgestellt, sollten Repellents (also Insekten abwehrende Mittel) auch im Reiserepertoire nach Südafrika nicht fehlen. Insektenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET oder Permethrin werden von den meisten Beratungsstellen empfohlen. Ergänzend sollte zur Malariaprophylaxe noch ein Notfallmedikament bereitgehalten werden.

Moskitonetze sind ebenfalls ein absolutes Muss. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Netze sehr engmaschig und entsprechend mit Insektengift imprägniert sind. Da einige Mückenarten wie die Tsetse-Fliege nämlich auch dünnen oder grobmaschigen Stoff durch stechen können, sollten diese bei Berührung mit dem Netz unschädlich gemacht werden.

Die üblichen Schutzvorkehrungen wie das Tragen von langer, heller Kleidung aus dickem Stoff und regelmäßiges Einschmieren mit Schutzmitteln sind essenziell. Schuhe, sowie Bettdecken sollten zudem vor der Nutzung immer ausgeschüttelt und kontrolliert werden, da sich dort gerne Spinnen oder Skorpione einen Unterschlupf suchen. Das Baden in Binnengewässern (Flüssen, Seen, etc.) sollte zum Schutz vor Insektenlarven und Parasiten generell gemieden werden.

Für weitere Informationen zu Infektionen (insbesondere Malaria) und deren Prophylaxe stehen Ihnen auch offizielle Webseiten wie die des Auswärtigen Amts und die Adressliste der Tropeninstitute in Deutschland des Robert Koch Instituts zur Verfügung.