11 Jul

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten – Island

Mücken am Mývatn © Andreas Tille - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=260275

Entstanden aus Feuer und Eis lockt der nördlichste Inselstaat der Welt mit faszinierenden Landschaften, in denen sich die Urgewalten in teils dramatisch anmutenden Szenerien darbieten. Der Reisende kann hier aktive Vulkane, heiße Quellen, gewaltige Gletscher, zerklüftete Felsenmeere, tosende Wasserfälle, imposante Fjorde und nächtens vor allem im Winter Nordlichter bewundern. Es ist nach wie vor dieselbe Ursprünglichkeit, die als archaische Kulisse gerne von Filmproduzenten auf der Leinwand festgehalten wird, wie sie auch die ersten Siedler dieses Eilands erlebt haben dürften.

Heute: Island

Nach offizieller Lesart waren dies die Wikinger, die die zweitgrößte Insel Europas im 9. Jahrhundert betraten und wohl von hier aus später auch den amerikanischen Kontinent erreichten. Deren Nachfahren verstanden es, sich in der rauen Wildnis am Rande des Polarmeers einzurichten, und zwar so gut, dass das Land heute zu denen mit dem höchsten Lebensstandard zählt. Von den etwa 340.000 Einwohnern leben gut 60 % in der Hauptstadt Reykjavik.

Um Island ranken sich zahlreiche Mythen, die sich etwa im berühmten nordischen Sagenwerk Edda nachlesen lassen. Die bekannteste Figur daraus, Brünhild, fand gar Einzug im Nibelungenlied. Zudem kann man überall auf der Insel Hinweise auf Elfen und Trolle finden, deren Existenz bei den meisten Einwohnern unbestritten ist. Es ist kein Wunder, dass die Isländer ein besonderes Volk geworden sind, mit teils unaussprechlichen Namen und einem besonderen Zusammengehörigkeitsgefühl.

Klima:

Im rauen Nordatlantik wird das Klima vor allem im Winter von eisigen Winden und Schnee geprägt. Durch den warmen Golfstrom wird es im Sommer trotzdem bis zu 20 °C warm und dank der kurzen Nächte mehr als erträglich. Fauna und Flora können sich unter diesen Bedingungen zwar nicht so entwickeln wie in mittleren Breiten, doch haben sich viele Tiere und Pflanzen, dabei weniger Bäume als Moose und Flechten, ihren isländischen Lebensraum erobert. Als größere Wildtiere leben Polarfüchse, Robben und vereinzelt Eisbären in der arktischen Wildnis, dazu Hunderte von Vogelarten. Vom Menschen mitgebracht wurden Pferde, Schafe und Rentiere.

Insekten:

In der Ruhe der menschenleeren, dafür wasserreichen Weite leben vergleichsweise wenige Insektenarten, meist kleinere Mücken, die vorwiegend Vögeln als Nahrung dienen. In den Sommermonaten treten sie örtlich in so großen Schwärmen auf, dass sogar der viertgrößte See der Insel, der Mývatn (Mückensee) danach benannt wurde. Die kleinen Plagegeister versuchen, in jegliche Öffnungen einzudringen, sodass ein Ganzkörpermückenschutz zu empfehlen ist. Ansonsten dürften gängige Mückenmittel genügen. Von übertragenen Krankheiten durch Insektenstiche ist uns nichts bekannt.

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