12 Okt

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten: Teil 11 – Italien (1)

Blick auf Portofino, © Andi Buchner - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1789114

Heute entführen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, in ein Land, das uns naturgemäß sehr nahe liegt: Italien. Viele von Ihnen, vielleicht die meisten, haben es sicherlich bereits bereist, es zumindest ein Stück weit kennengelernt, manche Region vielleicht besser als Ihre eigene Heimat.

Seit Beginn des Massentourismus verbindet Italien mit einem Großteil der Deutschen eine besondere Liebe. Das Traumland, vor allem für Familienurlaube, aber auch für Individualisten, ist es bei vielen bis heute geblieben.

Dabei ist der italienische „Stiefel“, wie die Halbinsel dank ihrer Form genannt wird, alles andere als ein homogenes Gebilde. Die Landschaftsformen und auch die klimatischen Bedingungen unterscheiden sich von Region zu Region zum Teil deutlich. Vor allem der hochalpine Bereich im Norden Italiens, der mit dem halben Gipfel des Mont Blanc auch das Dach Europas beinhaltet, zählt für Reisende aus Mitteleuropa noch nicht wirklich zu Italien. In Südtirol ist das Gefühl eher noch auf österreichischem Boden verortet. Das richtige Italien beginnt bei den meisten erst dort, wo die Landschaft von Olivenhainen und Zypressen geprägt wird, an den oberitalienischen Seen zwischen dem Lago Maggiore und dem Gardasee.

Wer nach der weitläufigen Poebene, die so wunderbare Städte wie Mailand, Turin, Verona, Vicenza, Bologna oder Venedig beherbergt, den Gebirgszug des Apennin überquert, gelangt in eine Landschaft mit höchstem Maß an Harmonie und Idylle, die Toskana. Bilderbuchhügel reiht sich an Bilderbuchhügel, mittelalterliche Siedlungen mit trutzigen Mauern und pittoresken Türmen, verbunden durch Zypressenalleen, liefern Traumbilder für ganz Italien. Dazwischen locken Städte wie Florenz oder Siena mit architektonischer Kulturfülle im Überfluss.

Weiter südlich sieht es nicht weniger traumhaft aus. Umbrien mit dem Massiv des Gran Sasso, Latium mit der ewigen Stadt Rom, Kampanien mit der vulkanisch aktiven Region um Neapel, mit dem Vesuv und der legendären Amalfiküste – wer hier seinen Urlaub verbracht hat, schwärmt nicht nur von den süßen Zitronen. Von hier aus bis zur Stiefelspitze ist es immer noch weit – und voller beeindruckend schöner Landschaften der Basilicata und Kalabriens mit einzigartigen historischen Siedlungen wie Matera.

So abwechslungsreich wie das Landesinnere sind auch die Küsten. Auf einer Länge von etwa 7.600 km brandet das Mittelmeer ans italienische Festland. Auf der Westseite naturgemäß stärker als auf der Ostseite, der adriatischen. Dazu kommen zahlreiche Inseln, darunter mit Sizilien und Sardinien die beiden größten des Mittelmeers. Dazwischen Ischia, Capri, Elba – jede für sich ein Traumeiland.

Von den Dolomiten im Norden bis zum Süden Siziliens, in ganz Italien finden sich unzählige Zeugnisse der Kulturgeschichte des Landes, vieles aus römischer, im Süden auch aus griechischer Zeit. Das Mittelalter ist in den allermeisten Städten und Dörfern allgegenwärtig. Kirchen, Klöster, Villen und Palazzi zeugen von einstiger, mancherorts auch gegenwärtiger Pracht. Europäische Kunst und Kultur wurden in Italien entscheidend geprägt.

Nicht von ungefähr finden sich hier mit aktuell 53 die meisten Einträge aller Länder auf der Welterbeliste. 41 weitere stehen auf der Warteliste.

Was das alles mit Insektenschutz zu tun hat? Das erfahren Sie im zweiten Teil – demnächst hier auf diesem Blog.

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