11 Feb

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten: Teil 12 – Schweden (2)

Kommen Sie mit uns zurück nach Schweden! Im ersten Teil unserer Skandinavienreise haben wir Ihnen den mittleren der drei nordeuropäischen Staaten Norwegen, Schweden und Finnland bereits nahegebracht. Was für die klimatischen Bedingungen zwischen Ostsee und dem nördlichen Polarkreis gilt, lässt sich auch für Flora und Fauna sagen. Skandinavien ist hier als ein Ganzes zu betrachten und Schweden steht stellvertretend für die drei Länder.

In diesem Blog interessieren wir Muggergittermacher uns natürlich vorrangig um die Welt der Insekten und als Hersteller von Insektenschutzgittern vor allem um diejenigen, die mit Menschen in Kontakt kommen.

Als Monarchie leistet sich Schweden seit mehr als tausend Jahren ein Königshaus, doch finden sich im ganzen Land bis hinauf in den hohen Norden nach Lappland unzählige Königinnen mit geflügeltem Gefolge, das sich möglichst an den vielfältigen schwedischen Blüten erfreuen soll. Schwedischer Honig stammt häufig von der sogenannten Nordbiene oder Dunklen Biene, die ursprünglich auch in Mitteleuropa weit verbreitet war. Sie gilt zwar als sanftmütig und widerstandsfähig, doch als weniger leistungsstark als die westliche Honigbiene und wurde deshalb – anders als in Skandinavien – weitgehend von ihr verdrängt. Dadurch erklärt sich wohl auch die Abneigung der Schweden gegen gelb-schwarz gestreiftes Flugvolk, das sich hier auf die ebenfalls häufig vorkommenden Wespen reduziert.

Noch mehr, allerdings regional sehr unterschiedlich, kann man in Schweden blutsaugende Mücken und Fliegen antreffen. Während man an den windreichen Küsten der Ostsee von Mückenschwärmen eher verschont bleibt, sieht es im Hinterland etwas anders aus, jedoch nicht generell. Obwohl an den weit mehr als 10.000 schwedischen Seen ideale Bedingungen für die Blutsauger herrschen dürften, wird man nicht bei jedem Aufenthalt zwangsläufig damit konfrontiert, auch nicht am Vänern, dem drittgrößten See Europas und dem größten der EU. Zu beobachten ist allerdings, dass die Anzahl der Mücken zunimmt, je weiter man nach Norden kommt.

Neben der gemeinen Stechmücke trifft man in der schwedischen Natur meist auf die sog. Wald-, Wiesen- oder Überschwemmungsmücke und auf Kriebelmücken, die hier als „Knotts“ und als richtig lästige Begleiter vom Frühjahr bis zum Herbst berüchtigt sind. In manchen Gegenden müssen sich Ausflügler mit Hirschlausfliegen herumschlagen. Diese befallen vorwiegend Haarwildarten. Gelegentlich werden dort sogar erfrorene Elche gefunden, denen diese kleinen Insekten flächig das Fell rasierten, um an das Blut unter der Haut zu gelangen. Bei ihren Ausflügen machen die Plagegeister keinen Unterschied zwischen Elch und Elchjäger oder -beobachter. Deshalb empfehlen wir jedem Elchfreund, nur mit entsprechender Kleidung und ausgerüstet mit einem geeigneten hautfreundlichen Mückenschutz die grüne schwedische Natur zu genießen.

Zukünftig könnte es in Schweden weitere Begegnungsgründe für Menschen mit Insekten geben. Nachdem dies seit Jahresanfang erlaubt ist, könnten manche Arten demnächst in voller Absicht als eiweißreiche Kost auf dem Teller landen. So hat ein schwedisches Architekturbüro bereits einen Entwurf für eine Insektenmastanlage in Stockholm vorgelegt.

Dieses Projekt wirft einen ganz neuen Gedanken auf unsere Zukunftsplanungen. Während wir gerne Insektenschutzgitter auch für alle Schwedenhäuser anbieten, damit keine ungebetenen Gäste ins Haus finden, würden wir nicht zögern, die gleichen Gitter dort einzusetzen, wo die Insekten nicht hinaus dürfen…

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