20 Nov

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten: Teil 7 – Russland (2)

Väterchen Frost, © Bernd Kasper / pixelio.de

Im vorherigen Beitrag haben wir Ihnen einen Einblick in die Vielfalt Russlands gegeben. Nun erfahren Sie, mit welchen Insekten und auch, mit welchen Krankheiten Sie bei einer Reise in die russischen Weiten rechnen müssen.

Insekten:

Dank dieses Wasserreichtums gibt es in allen Landesteilen Russlands reiche Vorkommen von Insekten aller Art. Da sich auf der Suche nach Bemerkenswertem über die vielfältige russische Tierwelt so gut wie keine Informationen über Insekten finden, können wir davon ausgehen, dass sich die vorherrschenden Arten und deren Einflüsse auf die Menschen wenig bis nicht von den mitteleuropäischen unterscheiden. Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen. So wird auf die Gefahr von Japanischer Enzephalitis durch Mückenstiche in Ostsibirien hingewiesen. Im europäischen Teil übertragen Mücken gelegentlich das Sindbis-Fieber, das auch unter den Namen Ockelbo´sche Krankheit oder Karelisches Fieber geführt wird. In Einzelfällen wurde auch in Russland das aus Südamerika bekannte  Zikavirus festgestellt. Für den Menschen ungefährlich, aber lästig, sind z.T. massenweise Vorkommen von Wanzen und die Verbreitung von Kleiderläusen in Gegenden mit mangelnden Hygienestandards. Zu den zehn gefährlichsten Tierarten Russlands zählen allemal keine Insekten. Als einziger „Krabbler“ wird hier die Europäische Schwarze Witwe genannt, die in den südlichen Regionen Russlands und im Uralgebirge lebt. Ihr Gift ist 15-mal stärker als das der Klapperschlange. Weit verbreitet in großen Landesteilen sind wie in Deutschland

Zecken. Neben Borreliose und FSME übertragen die lästigen Blutsauger hier auch die regionale Variante RSSE (Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Was hilft?

Neben Zeckenschutzimpfungen helfen gegen Plagegeister die auch in Deutschland gebräuchlichen Abwehrmittel. Die Apotheken in den Großstädten sind in der Regel gut ausgestattet, wobei Sie auf mögliche gefälschte Präparate achten sollten. Für Besuche in abgelegenen Gegenden empfiehlt sich die Mitnahme im Reisegepäck. Ganz wichtig ist die Hygiene bei der Körperpflege und beim Zubereiten von Speisen, da auch Fliegen gefährliche Krankheitserreger in sich tragen können. Trinkwasser kommt in Russland nicht aus der Leitung, sodass man auf einen ausreichenden Vorrat an Mineralwasser achten sollte. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, Wasser vor dem Trinken lieber einmal mehr zu kochen.

Durch die Anwendung des Allheilmittels der Einheimischen zur Vorbeugung und Spontanbehandlung, den Wodka, lässt sich besonders nach Ausbruch einer Infektion diese möglicherweise besser ertragen. Zur medizinischen Wirkung können wir allerdings keine Aussage treffen.

Für Reisende, die den Blutsaugern gänzlich aus dem Weg gehen möchten, empfiehlt sich naheliegenderweise der russische Winter. Wer sich andererseits gezielt auf die Suche nach besonderen Exemplaren begeben möchte, dem sei der Park der riesigen Insekten in Moskau empfohlen, der im Jahr 2014 eröffnet wurde und der tausendfache vergrößerte Tiermodelle, die sich bewegen und Geräusche machen können, zeigt.

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