13 Feb

Etappensieg für den Artenschutz

Honigbiene | Geronimo Trail | CNF | NM | 2015-09-12at11-28-023 HarmonyonPlanetEarth [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bee_on_flower_-_Geronimo_Trail_-_CNF_-_NM_-_2015-09-12at11-28-023_(21738296778).jpg

Am heutigen Mittwoch, dem 13. Februar 2019, endete die Eintragungsfrist für das Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!“. Tatsächlich wurden die benötigten etwa 950.000 Unterschriften erreicht – ein Etappensieg für die Initiatoren, die Maßnahmen zugunsten des Artenschutzes gesetzlich verankern wollen.

Bereits im vergangenen Monat berichteten wir über das angestoßene Volksbegehren. Quer durch alle Lager wird das Anliegen, das das Bayerische Naturschutzgesetz ändern will, kontrovers diskutiert. Vor allem Landwirte fürchten Reglementierungen zu ihrem Nachteil und betonen ihren bestehenden freiwilligen Einsatz für den Naturschutz. Selbst Imker sind sich nicht einig, ob Gesetzesänderungen etwas bringen.

Einig dürften sich jedoch alle sein, dass ein massives Artensterben, vor allem bei Insekten, im Gange ist. Soeben wurden die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, an der Wissenschaftler aus mehreren Kontinenten ihre Erkenntnisse zusammentrugen. Demnach sind die Zukunftsaussichten für die Insektenwelt und in der Folge für alle Arten, die von diesen abhängig sind, nicht nur hierzulande verheerend.

Mittlerweile hat es das Thema in die Schlagzeilen und die Hauptsendezeiten der Fernsehsender gebracht. Dort wird permanent betont, wie eng die Ökosysteme mit dem Überleben der Menschheit zusammenhängen. Ob dies letztendlich dazu führen wird, dass ein Großteil der Verantwortlichen und Verbraucher umdenkt und der Artenschwund gestoppt oder gar gedreht werden kann, liegt nun in der Verantwortung vieler Menschen, nicht nur in Bayern.

Nach dem Teilerfolg des Volksbegehrens hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zu einem runden Tisch am kommenden Dienstag eingeladen, bei dem Befürworter und Gegner ihre Argumente auf den Tisch legen sollen. Auch ohne Volksentscheid kann die Politik schließlich für mehr Artenschutz und eine möglichst naturnahe Landbewirtschaftung sorgen.

Hoffen wir, dass sich am runden Tisch auch das ein oder andere Insekt zeigt, um daran zu erinnern, was bzw. wer uns zunehmend fehlt.

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