28 Mai

Nicht kratzen! Tipps gegen den Juckreiz nach Mückenstichen

Von Servasbemal - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15804621

Wir können uns noch so gut vor zudringlichen Mücken abschirmen, gelegentlich passiert es einfach, dass wir von einer gestochen werden. Dann gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die juckende Einstichstelle zu behandeln. Nachfolgend haben wir Ihnen Tipps zusammengestellt.

Anders als Wespen oder Bienen besitzen Mücken keinen Stachel, sondern einen Saugrüssel, mit dem sie die Haut anstechen, um an unser Blut zu gelangen. Damit sich die entstandene Wunde nicht sofort wieder verschließt, enthält der Speichel der Stechmücken – und auch der von Fliegen – ein Sekret aus Proteinen, das die Blutgerinnung verzögert. Diese Proteine lösen in unserem Körper eine Abwehrreaktion aus, wodurch es zur Schwellung und zum Juckreiz kommt.

Das Wichtigste nun ist leichter gesagt als getan: NICHT KRATZEN! Durch das Kratzen wird das Sekret erst recht verteilt, die Schwellung dehnt sich aus und die Wunde kann sich entzünden. Das ist umso problematischer, falls das angreifende Insekt mit Krankheitserregern infiziert ist.

Was können wir also jetzt tun? Damit der Juckreiz schnell nachlässt, hilft sowohl Kühle als auch Hitze. Zuhause hat man dazu allerhand Hilfsmittel in petto. Noch besser als ein Kühlpad aus dem Eisfach sollen etwas Quark oder auch gekühlte Zahnpasta helfen, da deren Inhaltsstoffe entzündungshemmend sind. In Küche und Garten findet sich so Manches, was wir ebenso wirkungsvoll auf die Stelle auftragen können: eine angeschnittene Zwiebel, Zitronensaft, Essig, Kartoffeln, Honig, Zucker, Tomaten, Kohl, Natron, Knoblauch – jedes dieser Naturprodukte soll entzündungshemmend wirken.

In der Apotheke erhalten wir neben einer ausführlichen Beratung und Soforthilfe auch Tinkturen aus entzündungshemmenden Pflanzenextrakten. Besonders geeignet soll Spitzwegerich sein, aber auch Lavendelöl oder eine zerstoßene Aspirintablette zählen zu den Tipps.

Schließlich bleibt noch die Behandlung mit Hitze. Bei etwa 50 °C verschwinden Schwellung und Juckreiz nach kurzer Zeit, so versprechen es die Hersteller von Stichheilern, Wärme- bzw. Hitzestiften, die ebenfalls in Apotheken erhältlich sind. Die Temperatur wird dabei durch eine innenliegende Batterie erreicht. Ganz ohne geht es mittels des sogenannten Stichlinderers aus Naturholz, der die Wärme durch Reibung erzeugt. Zuhause benötigen Sie dazu lediglich einen Metalllöffel, heißes Wasser und etwas Fingerspitzengefühl.

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