20 Feb

RTL-Dschungelcamp – ein Eldorado für Insekten & Co, Teil 1

Die einen lieben es, die anderen hassen es: Das RTL-Dschungelcamp. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das gilt sowohl für die unkonventionelle Nahrungsaufnahme im Camp als auch für die Einschaltquoten. Eines muss man den Erfindern der jährlichen Staffeln allerdings lassen: Mittlerweile erhielt die Ausstrahlung Kultstatus. Seit nunmehr fünfzehn Jahren läuft die Sendung im Flimmerkasten. Wie die Zeit vergeht! Am 9. Januar 2004 war der Startschuss für das „RTL-Dschungelcamp“. Seitdem befinden sich Insekten unverändert in der Hauptrolle.

Wenn sich unsere Landstriche inmitten des Winterzaubers befinden, hallt aus „Down Under“ der berühmte Satz über die Mattscheiben in unsere Wohnzimmer: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ Die Rede ist von sog. B- oder C-Promis, die sich freiwillig in der australischen Wildnis weitgehend autark versorgen. Während einiger Wochen unterziehen sie sich zudem Spielen, auf die der durchschnittliche Mitteleuropäer gerne verzichtet. Insekten und andere Kleingetiere spielen hier die Hauptrolle. Der Schutz von Insekten wird allerdings mit Füßen getreten. Vielmehr avancieren Krabbeltiere & Co. zu Nahrungs- und Spielobjekten.

Spinnen zählen biologisch nicht zu Insekten. Beispielsweise haben Insekten sechs Beine, Spinnen in der Regel acht. Im Dschungelcamp interessiert das die Teilnehmer allerdings recht wenig. Beide Versionen können ungemütlich werden. Australien beheimatet sogar einige der giftigsten Spezies der Welt. Da wäre beispielsweise die Australische Trichternetzspinne zu nennen. Ihre Giftzähne sind länger als die vieler giftiger Schlangen und sie können sogar Zehennägel durchstoßen. Ein gefährliches Insekt ist die Honigbiene. Allergische Reaktionen auf einen Stich können ernsthaft bis tödlich ausfallen. Weitere „ungemütliche Zeitgenossen“ können Schlangenarten, Quallen oder Krokodile sein.

Die Philosophie der RTL-Sendung ist, dass die Teilnehmer in ihrem Freiluft-Camp weitgehend auf sich alleine gestellt sind. Allerdings hört der Spaß bei Sicherheitsfragen natürlich auf. Aus diesem Grund durchleuchten Mitarbeiter von RTL vor Sendebeginn das Camp und holen Schlangen sowie andere giftige Tiere heraus. Eine hundertprozentige Garantie ist das natürlich nicht. Insbesondere Insekten machen keinen Halt, da ein überdimensionales Fliegengitter nicht umsetzbar ist.

Allerdings haben die Verantwortlichen auch einen (Notfall-)Plan „B“ parat. Denn im Fall der Fälle können einheimische Ranger möglicherweise noch eingreifen. Sollte ein Kandidat trotzdem von einem Giftstachel getroffen worden sein, dann muss das ebenfalls noch lange nicht tragisch enden. Schlangenbisse können etwa bereits nach fünfzehn Minuten zum Tod führen. Allerdings gibt es beispielsweise gegen das Gift der gefährlichen Braunschlange seit 25 Jahren ein Gegenserum, welches unverzüglich verabreicht werden muss. Ähnliches gilt bei Szenarien durch giftige Insekten. Allergiker kennen das Procedere auch in Europa durch das Mitführen sowie Verabreichen eines Serums.

Grafik: YanCoasterman [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

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