07 Mrz

RTL-Dschungelcamp – ein Eldorado für Insekten & Co, Teil 2

Im ersten Teil beleuchteten wir vor allem die Risiken für die Dschungel-Camp-Teilnehmer, die von Insekten & Co. ausgehen. Die australische Wildnis bietet einige gefährliche Tiere, die wir uns Europäer nicht im Traum vorstellen könnten. Zwar hängt unser Leben wegen eines Insektenstichs selten am seidenen Faden, dennoch macht auch in unseren Breitengraden der Schutz vor den Plagegeistern Sinn. Im zweiten Teil drehen wir den Spieß nun herum, denn auch im australischen Dschungel sind Insekten nicht ausschließlich Täter.Durch die vielseitigen Spiele des Fernsehsenders schlüpfen die Kleintiere oftmals in die Opferrolle. Nicht selten stehen sie beispielsweise auf dem Hauptspeiseplan der Kandidaten.
Wer gibt sich schon freiwillig dem RTL-Regieplan des Dschungel-Camps her? Natürlich lassen sich die Kandidaten ihre Teilnahme fürstlich bezahlen. So viel steht fest. Die Höhe der Gagen hängt allerdings von einer Vielzahl von Parametern ab. Schätzungen ergeben, dass der Fernsehsender pro Mitwirkendem zwischen 15.000 Euro und 200.000 Euro bezahlt. Die Höhe handelt jeder Prominente individuell aus. Kennziffern sind der Bekanntheitsgrad, die Dauer der Teilnahme im Camp oder die Verpflichtung der Betroffenen, nach der Staffel exklusiv bei RTL über ihre Erfahrungen zu berichten.

Die Schätzungen sehen Sybille Rauch nach der Folge 2019 mit ca. 100.000 Euro an der Spitze. Laut dieser Liste bildet Giselle Oppermann mit etwa 20.000 Euro das Schlusslicht. Teilweise steht für die Teilnehmer allerdings auch ein anderer Aspekt im Fokus. Durch einen gewissen Verlust des Promistatus erhoffen sich die Beteiligten einen partiellen Rückgewinn. Laut einigen Medien versprach die britische Ausgabe des „Dschungelcamps“ Ex-Tennisprofi Boris Becker im letzten Jahr angeblich 600.000 Euro für die Teilnahme. „Bobbele“ lehnte die Offerte jedoch ab.

Nur fürs Nichtstun bekommen aber auch die B- und C-Promis keinen Euro und schon überhaupt nicht diese Summen. Deshalb verlangt der TV-Sender die Teilnahme an pikanten Spielen. In einigen mutieren Insekten und andere Kleintiere zum Spielball, in anderen geht es ihnen in Form von Nahrung an den Kragen. In einen Kasten voller Maden, Heuschrecken und Insekten müssen die Kandidaten bei der einen Dschungelprüfung ihren Kopf hineinstecken, bei der nächsten liegen diese Tiere zur Mahlzeit auf dem Teller.

Der Ekel vor Insekten als Nahrungsmittel ist hierzulande bei einem Großteil immer noch ungebrochen. Trotzdem wecken die (noch) Nischenprodukte bei einer zunehmenden Gruppe Neugier und Gefallen. Der Hauptgrund ist in den Wurzeln verankert, weil der Mensch ein Allesfresser ist. Zudem sind die Inhaltsstoffe durchaus gesund. Ernähren sich die Dschungelcamp-Teilnehmer trotz Ekel also bestens? Durchaus. Ausschließliche Nahrungsaufnahme mit Insekten empfehlen Experten nicht. Wie so oft ist ein ausgewogener Speiseplan das Non-Plus-Ultra. Allerdings beinhalten Insekten erstaunliche Mehrwerte wie einen großen Eiweißanteil. Auch Kohlenhydrate, Salze (4%) und Vitamine sind in ausreichender Menge enthalten. Das für die Steuerung des Cholesterinspiegels verantwortliche Chitin ist ebenfalls vorhanden. Mineralien und ungesättigte Fettsäuren runden die gesunden Inhaltsstoffe ab. In Summe bieten sie eine sinnvolle Alternative zu Fleischprodukten. Kein Wunder, dass immer mehr Discounter diese Nahrung in die Angebotspalette aufnehmen.

Grafik: YanCoasterman [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

 

 

 

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