17 Mai

Trotz Fliegengitter Kleintiere im Haus

Foto: photopotam / Depositphotos.com

Der Schutz von Fliegengittern ist unbestritten und alternativlos. Dennoch finden gelegentlich Kleintiere den Weg in Häuser. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es also nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, was sich für ein „Kleintier-Zoo“ ohne Fliegengitter in den eigenen vier Wänden aufhalten würde. Doch welche Schwachstellen gibt es trotz eines fachmännischen Schutzes? 

Der Sommer steht in den Startlöchern, damit sind automatisch höhere Temperaturen verbunden. Richtiges Lüften in den Morgen- und Abendstunden schraubt die Wärme in der Wohnung wenigstens um ein paar Prozent nach unten. Hier geben nur Fenster mit Fliegengitter berechtigte Hoffnung, dass keine Plagegeister die Nachtruhe stören. Dennoch verspricht der Schutz keine absolute Sicherheit. Völlig einleuchtend ist die Ursache bei falscher Handhabung der Fliegengitter. Der Klassiker ist die Terrassentüre. Ein engmaschiger Schutz verliert natürlich seine Wirkung, sobald er geöffnet ist. Je länger, desto wahrscheinlicher finden die ungebetenen Gäste ins Innere. Deshalb nach jedem Durchgang immer ans Verschließen denken!

Eine weitere Schwachstelle bildet der Haupteingang. Hier gilt hinsichtlich des Schutzes in erster Linie dasselbe wie bei der Terrassentüre: Schnelles Verschließen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer tierfreien Zone. Fliegengitter sollen natürlich nicht nur vor Fliegen schützen, sondern allem Kleingetier den Eintritt verwehren. So finden beispielsweise Spinnen Wege durch die kleinsten Ritzen. So ist selbst eine verschlossene Haustüre kein ernsthaftes Hindernis. Allerdings gibt es auch hier eine sinnvolle Lösung. Sogenannte Bürstendichtungen aus Baumärkten können an die Unterseite des Hauseingangs geschraubt oder geklebt werden. Die Kosten belaufen sich nur auf einige Euro und sind effektiv.

Analog zur Haustüre bieten auch Öffnungen mit Fliegengittern noch kleine Angriffsflächen. Wer den Schutz optimieren möchte, der kann das Angebot von Silikon-Abdichtungen annehmen. Diese ersetzen die Installation von Fliegengittern nicht, verhindern allerdings ein Eindringen von Plagegeistern durch kleinste Ritzen an Türen und Fenstern.

Auf der Suche nach einem tierfreien Haushalt muss ein weiterer Aspekt in Betracht gezogen werden. Beispielsweise lassen sich die Eier von Fruchtfliegen oder Motten kaum an der Haustüre abstreifen. Die sind für das menschliche Auge nämlich nicht wahrnehmbar. Motten legen ihre Eier in Stoffen aus Wolle, Pelze oder Felle mit dem Protein Kreatin ab. Hieraus schlüpfen nach etwa zwei Wochen die Larven. Die Fruchtfliegen legen ihre Eier am Obst oder Gemüse ab. Damit schmuggeln sie die Verbraucher über Einkaufstüten ungewollt ins Innere. Hier verhindert regelmäßiger Verzehr oder Entsorgung die Entfaltung der Larven.

Kleinere Versionen von Fliegengittern gibt es auch in anderen Lebensbereichen wie beispielsweise der Kleidung. Der bekannte Imkerhut schützt den Träger mit seinem herabhängenden Insektennetz. Mittlerweile hat sich die Fahrradhelm-Industrie ebenfalls derartige Schutzmöglichkeiten zunutze gemacht. Bei qualitativ höherwertigen Kopfbedeckungen trennen eingeschäumte Gitter den Kopfbereich von der Außenwelt, ohne auf die Luftzufuhr zu verzichten.

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