05 Mrz

Unser Team – Der Ansprechpartner für alles: Horst Lang

Horst Lang © Spengler & Meyer GmbH

Horst Lang ist seit 13 Jahren ein Muggergittermacher und durchlief in dieser Zeit schon mehrere Stationen im Betrieb. Im Interview plaudert der 43-Jährige aus dem beruflichen und privaten Nähkästchen und erzählt unter anderem von seinem sozialen Engagement.

Herr Lang, wie alt sind Sie?

Ich bin 43 Jahre alt.

Seit wann sind Sie bei den Muggergittermachern?

Ich bin seit dem Jahr 2005 bei den Muggergittermachern.

Welche Tätigkeit üben Sie bei den Muggergittermachern aus?

Ich mache alles von A bis Z, das heißt, ich bin Ansprechpartner für alles. Ich war sechs Jahre in der Montage tätig, bin dann in die Fertigung gewechselt, weil zu der Zeit die Auftragslage ein bisschen schlechter war und nun bin ich Ansprechpartner für alle Gewerke.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Dass es im Winter weniger Arbeit gibt und man mehr Freizeit hat.

Welche persönliche Eigenschaft sollte man für Ihren Job unbedingt mitbringen? 

Technisches Verständnis und man muss sich in Situationen hineinversetzen können. Außerdem sollte man ein Vorstellungsvermögen haben, das heißt, man muss Pläne und Zeichnungen lesen können.

Wie würden Sie sich selbst beschreiben, bzw. was sagen andere über Sie?

Ich bin teamfreudig und gelte als ruhender Pol, man bringt mich nicht so schnell aus der Fassung. Natürlich kann das aber trotzdem vorkommen. Ansonsten bin ich flexibel, das muss man in diesem Job auch sein.

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Ich bin gelernter Schreiner und mache in meiner Freizeit gerne Schreinertätigkeiten. Ich baue vor allem Möbel für die Familie und den Freundeskreis.

Leben Sie Ihr Berufs- und Privatleben nach einer bestimmten Philosophie, bzw. gibt es Richtlinien, die für Sie in jeder Situation gelten?

Es gibt einen Leitsatz. Mein ehemaliger Schreinermeister hat einmal gesagt “Geht nicht gibt’s nicht. Es gibt immer eine Lösung.” Wenn ich dann einmal in eine solche Situation komme, fällt mir auch immer etwas ein.

Gibt es eine Anekdote aus Ihrer Muggergittermacher-Zeit, an die Sie sich immer wieder gerne erinnern bzw. über die Sie heute noch lachen?

Es gab da einmal einen Fall in Heilsbronn. Da habe ich eine Schiebetür eingebaut und den Kunden nach der Fertigung darauf hingewiesen, dass er bitte aufpassen soll, da man die geschlossene Tür mit dem Transpatec-Gewebe gerne einmal übersieht. Er ist dann trotzdem durchgelaufen. Als ich zum Reparieren kam, habe ich ihm angeboten, eine Quersprosse einzubauen, damit das Auge die Tür leichter erkennt, doch das wollte er nicht. Nach 14 Tagen stand er wieder auf meiner Montageliste, weil er wieder durchgelaufen war. Ich fragte ihn “Was machen wir jetzt?”, da sagte er “Bitte bauen Sie mir eine Sprosse ein.” Seitdem ist Ruhe. Und solche Fälle gibt es öfter. 🙂

Welchen Meilenstein würden Sie mit den Muggergittermachern gerne als nächstes erreichen?

Ich hoffe, dass die Aufstiegsmöglichkeiten ein bisschen besser werden. Ich würde auf der Karriereleiter gerne noch einen Schritt nach oben machen.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Ich bin eigentlich ein bisschen “vorbelastet”. Meine Eltern haben eine Gastwirtschaft mit Metzgerei und da hieß es schon früh “Du wirst Metzger!”, denn die Leute brauchen immer etwas zu essen, man wird also niemals ohne Arbeit sein. Das wollte ich aber nicht und habe mich dann lieber für den Schreinerjob entschieden. 2005 gab es im Schreinerhandwerk allerdings eine Flaute und so kam ich hierher. Das ist aber ok, vor allem, da ich ja nebenher immer noch ein wenig schreinere.

Ganz spontan: Welche 3 Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?

Wasser, Feuerzeug und ein Messer.

Was bringt Sie auf die Palme?

Wenn man sich nicht gegenseitig informiert, das heißt, Absprachen trifft und dann überraschende Dinge passieren, die man hätte vermeiden können, wenn man drüber gesprochen hätte.

Wohin zieht es Sie an einem freien Tag?

Das entscheiden wir ganz spontan. Wir nehmen zum Beispiel oft einmal eine Auszeit für 2 bis 3 Tage, egal, in welchem Hotel. Außerdem mögen wir spazieren gehen, Fahrrad fahren, abschalten. Wenn wir ein paar Tage mehr haben, fahren wir meistens auf die Insel Föhr hoch. Ansonsten fahren wir an den Brombachsee oder auch in den Bayerischen Wald.

Was sollte man unbedingt über Sie wissen?

Ich engagiere mich sozial im Schul-Förderverein und der katholischen Kirchengemeinde als Jugendbetreuer. Wir waren zum Beispiel gerade kürzlich mit den Sternsingern unterwegs. Das ist immer wieder ein Highlight, interessant und macht Spaß. Dadurch, dass meine Frau im Kindergarten tätig ist, haben wir viel mit Kindern zu tun, ich habe den Kindergarten quasi mitgeheiratet.

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