13 Apr

Wenn die Ameisen kommen

By $unnu1996 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Ameisen sind wirklich nützliche Tiere. Unverzichtbar bei der Entsorgung organischer Abfälle lockern sie das Erdreich auf und verbreiten Pflanzensamen. Vor allem bei den oftmals riesigen Ameisenhaufen an Waldrändern oder den exotischen Blattschneiderameisen kann man fasziniert beobachten, wie perfekt ein Staat funktionieren kann. Ein Ameisenvolk lässt sich durchaus als ein Lebewesen begreifen.

Haus- und Gartenbesitzer freuen sich in der Regel nicht über die alljährlich im Frühjahr wiederkehrenden Einwanderer. Auf der Suche nach geeigneten Nestbauplätzen und Futterquellen kommen sie den Menschen unangenehm nahe. Allzu gerne ziehen die Ameisenhorden mit in die Häuser ein, um sich ihren Anteil am menschlichen Nahrungsvorrat zu sichern, am liebsten Süßes. Doch auch in Blumenbeeten und -töpfen, Sandkästen, unter Terrassen und natürlich im gepflegten Rasen siedeln sie sich gerne an. Außer von menschlichen Vorräten ernähren sie sich gerne von Honigtau, den zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen. Diese hegen, pflegen und melken sie wie Landwirte ihr Vieh.

Als toleranter Gartenbesitzer können Sie die emsigen Krabbler natürlich dulden. Spätestens wenn Sie in Ihrer Wohnung, auf dem Balkon oder der Terrasse stark frequentierte Ameisenstraßen entdecken, sollten Sie jedoch handeln, dabei aber strategisch vorgehen. Schieres Zertrampeln der kleinen Tiere, heißes Wasser oder Backpulver kann zwar kurzfristig helfen, bringt aber meist nur kurzfristige Ruhe. Der Einsatz von Ameisengift ist mit dem Risiko verbunden, dass Sie selbst von dem Gift etwas abbekommen. Wenn Sie kleine Kinder oder Haustiere beherbergen, raten wir Ihnen dringend von der chemischen Keule ab. Erfolgversprechender sind natürliche Mittel. Ameisen mögen bestimmte Gerüche gar nicht. Bewährt haben sich u.a. ätherische Öle, Wacholder- oder Eukalyptusblätter, Knoblauchsud, Brennnesseljauche oder auch Zitronenschalen.

Aus Rasen oder Beeten können Sie ganze Völker umsiedeln. Dazu stülpen Sie am besten einen mit Holzwolle gefüllten Topf über das Nest. Nach wenigen Tagen dürften die Ameisen samt Königin umgezogen sein und Sie können sie mithilfe eines Spatens einfach wegtragen. Damit Terrassenuntergründe ameisenfrei bleiben, sollten Sie beim Anlegen auf Sand verzichten und lieber Kies oder Splitt verwenden.

Außer über den Landweg können Ameisen auch durch die Luft zu Ihnen kommen. Die geflügelten Exemplare sind oft in ganzen Schwärmen auf dem Hochzeitsflug und suchen auf diesem Weg nach neuem Lebensraum. Damit diese nicht in Ihre Wohnung einfliegen können, empfehlen wir Ihnen natürlich das Anbringen unserer Insektenschutzgitter und ggf. auch Lichtschachtabdeckungen. Mit Fliegengitterstücken können Sie den kleinen Eindringlingen auch kleine Löcher und Risse versperren, wenn Sie diese nicht vollständig abdichten wollen. Folgen Sie einfach dem Straßenverkehr…

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