14 Apr

Alle Jahre wieder

Hummel mit Apfelblüte - ein Frühlingsbild, © Manfred Spörl

Wie in jedem der vorangegangenen Jahre hat auch in diesem der Frühling Einzug gehalten. Es grünt und blüht und duftet in der Natur und in den Gärten. Ebenso summt und brummt es wieder. An sonnigen Tagen scheint die Idylle manchmal perfekt zu sein. Doch in diesem Jahr könnte uns auch etwas Schreckliches blühen…

Vor wenigen Tagen machte eine Meldung der dpa Deutsche Presse-Agentur die Runde und wurde in fast jedem Medium in diesem Land prominent veröffentlicht: 2017 droht uns eine Mückenplage! Begleitet wird diese Meldung von einem Foto, das eine soeben Blut saugende Mücke auf menschlicher Haut zeigt.

Du meine Güte! Eine Mückenplage, womöglich biblischen Ausmaßes! Bilder von die Sonne verdunkelnden Mückenschwärmen und schreiend fliehenden Menschen bilden sich im Kopf. Blutleere Menschen siechen qualvoll massenweise dahin. Ist das das Ende unserer Zivilisation?

Worauf stützt sich nun diese angekündigte Katastrophenmeldung? Es geht darum, dass die ersten Blutsauger zwei bis drei Wochen früher geschlüpft sind als im Durchschnitt und deshalb entsprechend mehr Zeit haben werden, Generation um Generation in die Welt zu setzen. Dies aber vor allem dann, wenn die Voraussetzungen weiter günstig dafür sind: Weiter milde Witterung mit viel Feuchtigkeit, am besten viel Regen mit Überschwemmungen und und und …

Gleichzeitig bedeutet die frühzeitige Vermehrung der Insekten allerdings auch eine reichhaltige Futterquelle für deren Fressfeinde wie Vögel und Spinnen. Somit können wir uns wohl bald auf ein ausgiebiges und satt-zufriedenes Gezwitscher in den Bäumen und Hecken freuen, die wir unseren gefiederten Freunden hoffentlich stehen gelassen haben. Außerdem erfreuen uns manche Insekten wie Bienen und Hummeln heuer eben auch ein bisschen früher.

Es stellt sich die Frage: Wem nützt es, wenn jetzt Angst erzeugt wird? Vermutlich auch uns, denn mit dem Schutz Ihrer Häuser vor plagenden Insekten verdienen wir unseren Lebensunterhalt. Wir versprechen Ihnen jedoch, dass wir die Meldung weder geschrieben noch in die Welt gesetzt haben. Letztendlich ist es gleich, ob dreißig oder dreihundert Mücken pro Stunde durch die Muggergitter aus Ihrer Wohnung ferngehalten werden. Wir freuen uns, wenn Sie sich zuhause wohlfühlen und ohne Angst den Frühling genießen können.

Frohe Ostern!

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