22 Mai

Auf die biologische Vielfalt

Die drei (wesentlichen) Ebenen der Biodiversität (Beispiel: Tropischer Regenwald Ecuadors); Grafik von Fährtenleser - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78800851

Der Jahreskalender ist prall gefüllt mit Aktions- und Gedenktagen. Im Besonderen interessieren uns dabei die Themen, die mit unseren Inhalten um das weite Feld Insektenschutz korrespondieren. Passend zur Jahreszeit stehen einige davon in diesem Monat auf der Liste. Dazu zählt der Weltbienentag am 20. Mai. Diesen hatten wir allerdings bereits im vergangenen Jahr thematisiert. An der Aktualität und Wichtigkeit hat sich seitdem nichts geändert.

Obwohl nicht ganz so populär, jedoch in der Brisanz umso drängender ist die Schärfung des Bewusstseins für die Biodiversivität. Artenvielfalt und Artenschutz stehen in direkter Verbindung mit Klima-, Umwelt- und Naturschutz berechtigterweise weit oben auf der Agenda von Politik, Wirtschaft und vor allem den Menschen. Viele Handelnden und Verantwortungsträger haben längst erkannt, dass sich mit der Hinwendung zu diesbezüglichen Lösungen sowohl Wahlen als auch Marktanteile bzw. Investoren gewinnen lassen.

Warum wir uns heute damit befassen? Der 22. Mai ist ganz offiziell “Internationaler Tag für die biologische Vielfalt” bzw. “Tag der biologischen Vielfalt” oder “Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt”. Das Thema umfasst Fauna und Flora und letztendlich auch den Menschen, wobei der menschlichen Diversität bereits der 17. Mai gewidmet wurde. Andererseits bietet sich am heutigen Aktionstag der Querverweis an, dass in unserer Welt nur eine Spezies Mensch existiert, abhängig und eingebunden in die durch menschliches Handeln verursachte schwindende Vielfalt weiterer Lebewesen.

Wie sich die Biodiversität hierzulande entwickelt, haben wir ebenfalls des Öfteren in diesem Blog angeschnitten und kommentiert. Bereits im Jahr 2007 hatte die Bundesregierung eine “Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt” beschlossen. Darin definierte sie 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen gegen den fortschreitenden Artenschwund. Bis zum Ende des Jahres 2020 sollten signifikante Erfolge verzeichnet werden. Die erhofften Ergebnisse wurden allerdings nicht erreicht. Permanent schrumpfen weiter Populationen und sterben Arten aus.

Besonders betroffen ist die Insektenwelt. Bis auf lästige Vertreter wie Stechmücken, Zecken, Borkenkäfer und Co. verlieren wir wichtige Verbündete beim Erhalt lebenswichtiger Ökosysteme als Nahrungsquelle, Resteverwerter und Bestäuber. Damit schließen wir natürlich auch die Bienen ein und damit einen Bogen zu vorgestern, als es vor allem um diese ging. Speziell für uns geht es natürlich noch um eine weitere Funktion der Kleintiere: als Grund, Anlass und Argument zur Installation von feinmaschigen Gittern an Fenstern und Türen. Ist doch bio-logisch!

Wir wünschen Ihnen ein artenreiches Pfingstfest.

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