13 Apr

Bärlauch – begehrt in der Küche und bei Insekten

Bärlauch zur Blütezeit, von Zonki, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2031844

So langsam wird es grün im Wald. Während sich die Blätter der Bäume langsam aus den Knospen ins Freie wagen, nützen viele kleine Blühpflanzen diese lichtvolle Phase, um ihre eigene Pracht zu entfalten, bestäubende Insekten anzulocken und Samen zu bilden. Dazu zählt auch der bei Menschen heiß begehrte Bärlauch.

Das markante bei uns vor allem in Buchenwäldern weit verbreitete Wildgemüse verströmt einen intensiven knoblauchartigen Duft und ist wegen seines Geschmacks und seiner gesundheitsfördernden Wirkung in der Küche sehr willkommen. Neben den formschönen spitzovalen Blättern sind auch die in Dolden angeordneten Blüten essbar. In Form von Bärlauchpesto, Bärlauchsalz oder auch eingefroren ist das Kraut über die Bärlauchzeit hinaus haltbar.

Nicht nur zweibeinige Sammler werden durch die schneeweißen Blütenteppiche angelockt, sondern auch Feinschmecker unter den bestäubenden Insekten wie Bienen, Hummeln und Schwebfliegen. Einige Schwebfliegenarten nutzen das Kraut auch zur Ablage ihres Geleges, weswegen die Blätter vor dem Verzehr einer heißen Abreibung unterzogen werden sollten. Allerdings ist die Pflanze nicht auf die Verbreitung per Samen beschränkt. Am Standort breitet sie sich zusätzlich unter der Erde über ihre Zwiebeln aus, weswegen sie örtlich großflächig in dichtem Bewuchs vorkommt.

Da Bärlauch mehrere Vorzüge miteinander vereint – als Bereicherung des Speisezettels und Insektentankstelle – eignet er sich auch ideal als unaufdringliche Gartenpflanze. Der ideale Standort dafür liegt im Schatten und ist gut durchfeuchtet. Damit unterstützen Sie auch die Artenvielfalt.

Allerdings gibt es manche krabbelnden Arten, die ebenfalls scharf auf die grünen Blätter sind. Dazu zählen der auffällige aus Ostasien eingewanderte Japankäfer und auch der giftige Schwarzblaue Ölkäfer. Wer beim Bärlauchsammeln auf diese ungebetenen Mitbewerber trifft, sollte besondere Vorsicht walten lassen oder sich einen anderen Platz suchen.

Treten diese Arten im eigenen Garten auf, bietet es sich an, die Pflanzen vor ihnen zu schützen. Dabei eignet sich am besten ein feinmaschiges Gitter, also etwa ein ausrangiertes Insektenschutzgewebe. Daraus können Sie zum Beispiel formvollendete Gitterhauben basteln, die den Eindringlingen keine Chance lassen. Allerdings ist in diesem Fall auch den Bestäubern der Weg versperrt.

C’est la vie!

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