07 Feb

Heuschreckenplage: Kleinvieh macht Mist

Andere Länder, andere Sitten. Alle Menschen, Pflanzen und Tiere leben auf einem gemeinsamen Planeten. Dennoch sind die Unterschiede von Kontinent zu Kontinent bisweilen frappierend. So bekommen wir aktuell „nur“ die Ausläufer des Corona-Virus aus Asien zu spüren. Von der Heuschrecken-Plage in Pakistan und Ostafrika sind wir dagegen überhaupt nicht betroffen. Die verheerenden Konsequenzen der immensen Ausbreitung der Kleintiere bringen erst zu Tage, dass wir uns als Unbetroffene auf der Sonnenseite befinden. 

Und erneut kommen wir an der Analyse von klimatischen Bedingungen nicht vorbei. Viele Monate regnete es in Ostafrika Bindfäden. Ein Schlaraffenland für die Wüstenheuschrecke, die sich zu Hunderten Millionen Exemplaren vermehrte. Vor Insektenschutzgittern machen die riesigen Schwärme sicherlich Halt. Vor den für die Einheimischen überlebenswichtigen Feldern nicht. Existenzielle Risiken sind die schlimmen Folgen.

Die betroffenen Länder riefen mittlerweile den Notstand aus. Kein Wunder! Ausgerechnet Ostafrika oder Pakistan sind hinsichtlich der Ernährung ohnehin nicht auf Rosen gebettet. Nun vernichten die Heuschrecken auch noch den für die Länder lebenswichtigen Weizenanbau. 27 Millionen Tonnen beträgt das Ernteziel in einem normalen Jahreszyklus. Davon verabschiedeten sich Experten schon längst. Zusätzlich gefährden die Schwärme weitere Bestände wie Baumwolle oder Mais. Ebenso sind die Futterquellen für das Nutzvieh in höchster Gefahr. Auch hierbei ist der Mensch am Ende der Leidtragende.

Was soll der Ausruf des Notstandes überhaupt bewirken? Die Bauern stehen gegenüber den „Heuschrecken-Fluten“ alleine auf weiter Flur. Ebenso sind sie schlecht ausrechenbar, da ein Schwarm täglich bis zu 160 Kilometer zurücklegt. Aus diesen Gründen greift die Regierung den Betroffenen bestmöglich unter die Arme. Erstens setzt sie Techniken ein, um die Ausbreitung der Schwärme auf dem Radar zu haben. Zweitens unterstützt sie die Bauern bei der Ernte, welche im Normalfall im April beginnt. Vielleicht macht in diesem Ausnahmezustand ein vorzeitiger Beginn Sinn. Ebenso ist eine schnelle Durchführung sicherlich kein Nachteil.

Die ganze Tragweite wird auch dadurch evident, dass das Phänomen der Tagesschau eine Meldung wert ist. Die Nachrichtensendung berichtet darüber, dass die betroffenen Länder seit 70 Jahren nicht mehr von einer derartigen Plage heimgesucht wurden. Die Heuschrecken würden ihre Eier tief in den Boden eingraben und bereits nach fünf Wochen würde der Nachwuchs schlüpfen. Eine weitere Gefahr entstünde durch den Kot, den die kleinen Lebewesen hinterließen. Auf das Vieh würde es sich wie Gift auswirken. Die Informationen enden mit einer weiteren traurigen Zahl. Nur in den drei Ländern Somalia, Äthopien und Kenia hätten etwa zwölf Millionen Einwohner unter alltäglichen Umständen bereits zu wenig zu essen. Und jetzt vervielfachen noch die Heuschrecken das Leiden.

31 Jan

Ein Winter ohne Schnee und Eis – was blüht uns heuer?

Derzeit häufen sich die Aussagen der Meteorologen, dass wir in diesem “Winter” – außer als Kulisse in den Bayerischen Alpen – keinen Schnee mehr sehen werden. Was bedeutet dies für das Jahr 2020, insbesondere für Insekten? Drohen uns regelrechte Plagen oder gehen die Populationen noch weiter zurück?

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23 Jan

Bauernproteste vs. Insektenschutz und was auf dem Spiel steht

Im vergangenen Jahr war der Insektenschwund immer wieder auf den Titelseiten namhafter Medien zu finden. Wissenschaftler und Bürgerinitiativen forderten mehr Klima- und Artenschutz und nicht zuletzt dank “Frydays for Future” nahm schließlich auch die Politik dieses Thema auf die Prioritätenliste. Selbst auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, der momentan dort sein 50-jähriges Jubiläum feiert, dürften mit der Klimadebatte auch Insekten – wenigstens am Rande – eine Rolle spielen.

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15 Jan

Pollenschutzgitter auch im Winter?

Kürzlich befassten wir uns mit Sinn und Unsinn von Insektenschutzgittern in den Wintermonaten. Eine eindeutige Antwort gab es nicht. Allerdings war ein Ergebnis der Überlegungen, dass der feinmaschige Schutz die Bewohner nicht ausschließlich vor Tieren verschont. Vielmehr hilft das Polltec Pollenschutzgewebe insbesondere Allergikern. Hier wiederum ist der sogenannte „Winter“ kein Ausschlusskriterium mehr. Weiterlesen

07 Jan

Überwintern Fliegengitter im Haus?

Wie merkt sich der Volksmund die Zeitumstellungen? Im Herbst stellen Balkon- und Terrassenbesitzer die Gartenmöbel nach hinten, im Frühjahr nach vorne. Analog wird die Uhr an den zwei neuralgischen Terminen gedreht. Doch wie schaut es mit Fliegengittern aus? Sollen diese aus Gründen des Schutzes und der Verwitterung ebenfalls vor Wintereinbruch demontiert und in den eigenen vier Wänden gelagert werden? Vorab: Die eine Antwort darauf gibt es nicht. Vielmehr ist es Geschmackssache. Wir nehmen Für und Wider unter die Lupe. Weiterlesen

31 Dez

Reagieren Insekten auf Feuerwerke?

Kürzlich veröffentlichten wir einen Blogbeitrag über Insekten, die als „blinde Passagiere“ per Weihnachtsbaum in deutsche Wohnzimmer einreisen. Etwa 25.000 kann ein Gewächs mit Durchschnittshöhe beherbergen. Wie schaut es nun an Silvester aus? Fallen die Kleintiere aufgrund der Lautstärke des Feuerwerks von den Ästen ab? Weiterlesen

16 Dez

Insekten im Weihnachtsbaum

Es ist wieder so weit: Jahr für Jahr bevölkern etwa 30 Millionen Weihnachtsbäume deutsche Wohnzimmer. Nicht mitgezählt sind dabei Exemplare aus Kunststoff. Sofern die Bäume natürlich heranwachsen durften, wandern mit den Tannen, Fichten und Kiefern auch jede Menge Insekten in die gute Stube.

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06 Dez

Vorweihnachtliches Gedicht einer Fliege

Mensch, wie ist die Zeit verflogen,
alles and‘re wär‘ gelogen.
Bald ist sie da, die ruhige Zeit,
das Christkind steht bereits bereit.

Der Nikolaus hat viel zu naschen,
prall gefüllt sind seine Taschen.
Mit ihm muss ich fliegen und schnell sausen,
denn bei vielen Häusern bleib‘ ich draußen.

Das ist für mich schon ganz schön bitter,
ich hab‘ null Chance gegen Fliegengitter.
Frohe Menschen seh‘ ich durch die Scheiben,
doch ich muss leider draußen bleiben.

Am liebsten beschenkt der Nik‘laus Kinder.
Von außen seh‘ ich‘s im kalten Winter.
Die „Muggergittermacher“ sind daran schuld,
zugegeben – ihre Gitter sind schon Kult.

Sie verwehren mir Einlass in jedes Haus
und sehen dazu leider noch gut aus.
Mal schauen, ob ich sie austricksen kann
als Mitreisender im Sack vom Weihnachtsmann.

Im wahrsten Sinn des Wortes, als „blinder Passagier“
– es ist nämlich ziemlich dunkel hier –
schaff‘ ich es so tatsächlich ins Haus.
Das klappt nur ein Mal im Jahr, an Nikolaus.

Schöne Grüße, jetzt nutze ich die Chance,
von den „Muggergittermachern“ aus der Fliegengitter-Branche.
Eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch,
Klatsch! – eine Fliegenpatsch‘… jetzt bin ich futsch.