09 Sep

Der Buchsbaumzünsler – eine Plage für unsere Parks und Ziergärten – Teil 2: Bekämpfung

Raupe des Buchsbaumzünslers, von Wim Rubers auf waarneming.nl, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59051692

Im letzten Beitrag haben wir den Buchsbaumzünsler, diesen gefürchteten Einwanderer, sowie seine Lebens- und Fressgewohnheiten vorgestellt. Im zweiten Teil geht es nun um die Optionen, die befallenen Buchsbäume zu retten und von der Plage zu befreien.

Bevor ein Gärtner in den Angriffsmodus übergeht, sollte er zunächst sicherstellen, dass der Zünsler tatsächlich am gefräßigen Werk ist. Nicht jeder angeknabberte Zweig ist zwangsläufig auf die Raupen des grauweißen Falters zurückzuführen. Für die Diagnose eignet sich der Einsatz einer Pheromonfalle, von der paarungswillige Männchen angelockt werden sollen.

Ist der Befall festgestellt, gibt es eine ganze Reihe von Optionen. Bei kleineren Buchsbäumen kann der Gartenbesitzer ganz konventionell die abgefressenen Zweige abschneiden, die Pflanzen nach den Raupen absuchen und diese etwa per Dampfstrahler oder Wasserspritze herunterspülen und anschließend vom Boden einsammeln. Dieses Prozedere kann man so lange wiederholen, bis über Wochen kein Neufraß mehr auftritt.

Bei größeren Pflanzen und mächtigen Hecken bleibt den Gärtnern meist nur der Griff zum Spritzmittel, um die geliebte Gartenzier zu retten. Der Fachhandel bietet hier vor allem zwei Produktlinien an. Als erfolgversprechend hat sich die Verwendung von Niemölprodukten herausgestellt. Der darin enthaltene Wirkstoff Azadirachtin soll die Entwicklung der Raupe zum Falter unterbinden.

Alternative dazu ist der Bacillus thuringiensis, ein Bakterium, das sogenannte BT-Toxine produziert, die eine für die Raupen tödliche Wirkung besitzen. Das Pulver wird in Wasser eingerührt und unter Verwendung von Haut- und Atemschutz in und auf die Buchsbäume gespritzt. Auch diese Prozedur soll einige Male wiederholt werden.

Beide Mittel sollen übrigens für andere Tiere ungefährlich sein. Als weiteren Weg, die Zünsler zu beseitigen, empfehlen einige Gartenfreunde zudem die Behandlung mit Algenkalk.

Sind alle Rettungsmühen vergebens und der Buchs stibt ab, muss die tote Pflanze ausgegraben und entsorgt werden, allerdings keinesfalls auf dem Kompostierplatz oder in der Biotonne, sondern am besten luftdicht verpackt im Restmüll.

Auch wenn der Zünsler schließlich beseitigt ist, kann er in einem der folgenden Jahre erneut einfliegen. Damit der Falter von vornherein nicht in die Pflanze eindringen kann, kann der Besitzer dem Buchs eine Schutzhaube verpassen – entweder mit Hilfe feinmaschiger Netze oder gleich mit einer Rahmenkonstruktion aus Insektenschutzgittern. Das ist zwar nicht schön anzusehen, doch in “Zünslerjahren” gleichwohl eine Überlegung wert.

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