06 Okt

Der Herbst – die Zeit der ungebetenen Wohnungsgäste – Teil 1

Große Winkelspinne oder Hausspinne, Tegenaria atrica. Foto: Holger Krisp (Holleday), Wikimedia Commons

Die Blätter verfärben sich bunt, abends wird es früher dunkel und die Temperaturen fallen merklich – die Zeichen sind eindeutig: Der Herbst ist da.
Versucht man im Sommer noch jede freie Minute an der frischen Luft zu verbringen, ist man im Spätjahr oft froh, seine Zeit bei Wind und Wetter in der gemütlichen Wohnung verbringen zu können. Und nicht nur der Mensch sucht zu dieser Jahreszeit Geborgenheit und Wärme: Auch Spinnen ziehen sich in geschlossene und warme Räume zurück.

Durch die steigende Luftfeuchtigkeit und die sinkenden Temperaturen fühlen sich die nützlichen Achtbeiner nämlich nicht mehr besonders wohl im Freien. So suchen sie sich eine Bleibe, wo sie nach Möglichkeit an einem stillen Ort mit fetter Beute den Winter überstehen können. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sie sich in menschliche Behausungen verirren.
Bei den meisten Menschen sind derartige Mitbewohner allerdings nicht willkommen. Dies liegt vor allem am Aussehen der Spinnen, das oft Ekel oder sogar Angst hervorruft. Doch diese Angst ist unbegründet:  Die Exemplare, die sich in unseren Gefilden aufhalten, sind größtenteils harmlos und darüber hinaus überaus nützlich.

Zwei Arten, die in Wohnräumen oft anzutreffen sind, sind die Hauswinkelspinne und die Zitterspinne. Diese ziehen sich bewusst in trockene und warme Umfelder zurück und geraten dabei nur allzu oft in Häuser oder Wohnungen.
Besonders die Hauswinkelspinne ist das klassische Ekeltier: Groß, schwarz und dicht behaart, kann sie dem Betrachter zunächst einen gehörigen Schreck einjagen. Bei genauerem Hinsehen stellt man allerdings fest, dass sie größtenteils aus Beinen besteht und der Körper eine eher unspektakuläre Größe aufweist.

Die Zitterspinne wirkt dagegen eher zierlich. Mit ihre dünnen Beinen ist sie so unscheinbar, dass sie oftmals in Wohnräumen gar nicht bemerkt wird. Lediglich durch ihr namengebendes Zittern bei Berührung ihres Netzes fällt sie auf.

Andere Spinnenarten lassen sich ebenfalls finden, sie verirren sich aber eher zufällig in unsere Wohnräume und fühlen sich auch nicht wohl in der trockenen Umgebung.  Dazu zählen beispielsweise die Herbstspinne, die winzige Zebraspringspinne und verschiedene Kreuzspinnenarten.

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