26 Sep

Die Honigbiene in Gefahr – und was wir tun können

a bee colony

So klein wie sie ist, ist die Leistung der Honigbiene doch enorm. Als wichtigster Bestäuber weltweit ist sie für unsere Landwirtschaft – und damit sowohl ökologisch als auch ökonomisch – von höchster Wichtigkeit. Doch in den letzten Jahren wird immer häufiger vom zunehmenden Bienensterben berichtet – was verbirgt sich dahinter? Und was kann jeder Einzelne tun, um einen Beitrag zu leisten, der diese besorgniserregende Entwicklung aufhält?

Für den starken Rückgang der Honigbienenvölker sind mehrere Faktoren verantwortlich und nicht alle Ursachen konnten bislang vollständig geklärt werden. Folgende Umstände tragen am meisten zum Sterben der Honigbiene bei:

  • In Deutschland ist die Varroamilbe wohl am stärksten für das Bienensterben verantwortlich. Dabei handelt es sich um einen eingeschleppten Parasit, der die Bienenstöcke befällt.
  • In der Landwirtschaft eingesetzte Pestizide und Insektizide, die zur Schädlingsvernichtung benutzt werden, schädigen auch die Bienenvölker.
  • Der Klimawandel und die damit einhergehende Erderwärmung wirkt sich durch die Verschiebung der Blühzeiten negativ auf die Bienen aus.
  • In der modernen Landwirtschaft wird vermehrt auf den Anbau nicht blühender Lebensmittel gesetzt. Diese bieten den Bienen keinerlei Nahrungsgrundlage.

Das Bienensterben rückte in den letzten Jahren zwar vermehrt in unser Bewusstsein, die Ursachen wurden jedoch bislang nicht bekämpft. Doch jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten und den Honigbienen eine lebensfreundliche Umgebung schaffen.

Am einfachsten ist es dabei, den kleinen Insekten Nahrung zur Verfügung zu stellen. Dies geht ganz leicht – durch das Anpflanzen von Blumen, blühenden Wildkräutern, Obstbäumen oder Gemüsepflanzen im Garten oder auf dem Balkon. Diese sollten im besten Fall unterschiedliche Blühzeiten besitzen, damit die Bienen das ganze Jahr über versorgt werden. Sähen Sie also besonders vielfältig! Im Fachhandel findet man mittlerweile sogar extra diesem Zweck angepasste Saatmischungen, die besonders bienenfreundliche Pflanzensamen enthalten. Selbstverständlich sollten Sie jedoch im heimischen Garten auf jegliche Pestizide verzichten.
Zusätzlich können Sie den Bienen mit dem Aufstellen eines Insektenhotels helfen, in dem diese ungestört nisten können.
Auch der Trend, sich als Hobbyimker zu versuchen und eigene Bienenvölker zu halten, boomt. Dies ist sogar in kleinen Gärten oder auf Balkonen möglich. Auf diese Weise unterstützen Sie nicht nur den Fortbestand der Bienen, sondern können sich außerdem an köstlichem Honig erfreuen. Jedoch sollte man sich vorher ausgiebig über die diversen Bienenkrankheiten informieren, um mit dem eigenen Bienenstock keine anderen Völker zu gefährden.

Es gibt also viele Möglichkeiten dem Bienensterben entgegenzuwirken. Und keine Sorge – durch unsere hochwertigen Insektenschutzgitter stellen Sie sicher, dass sich die Bienen nicht in Ihren Wohnraum verirren!

2 Gedanken zu „Die Honigbiene in Gefahr – und was wir tun können

  1. Ich plädiere dafür, dass bereits in Schulen deutlich mehr Praxiswissen vermittelt wird, um ein viel breiteres Bewusstsein für die Schönheit und die Wichtigkeit der Natur herzustellen. Warum nicht Dinge wie z.B. einen Imkergrundkurs als praktisches Projekt in den Schulunterricht intregrieren, in dem Insektenhotels gebastelt und sich gemeinsam um ein Bienenvolk gekümmert wird, Honig geerntet wird etc?

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