08 Nov

Die schlausten Insekten

Ameise, von photochem_PA from State College, PA, USA - Ant staring into the abyss, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75359989

Die Rangliste der schlausten Tiere ist ein Stück weit natürlich subjektiv. Alle Nominierungen im Bereich der Insekten bringen allerdings zwei deutliche Gewinner hervor. Kennen Sie das schlauste Tier aller Ordnungen? Vorab: Sie kennen es sicher!

Zwischen Mensch und Tier wird umgangssprachlich häufig unterschieden. Biologisch ist das nicht korrekt, denn wir Menschen sind ebenfalls Tiere, nämlich Säuge- und Wirbeltiere. Wir gehören zur Familie der Menschenaffen und zur Unterordnung der Trockennasenprimaten. Damit ist es kein Wunder, dass der Mensch als das mit Abstand „intelligenteste Tier“ zählt. Fast 100 Milliarden Nervenzellen sprechen eine deutliche Sprache. Wussten Sie zudem, dass die Länge der Nervenbahnen ausschließlich im Gehirn knapp sechs Millionen Kilometer entspricht?

Der Mensch hat durch seine Fähigkeiten unter anderem Möglichkeiten entwickelt, um sich gegenüber anderen Tieren zu schützen. Insektenschutzgitter an Hausöffnungen sind ein passendes Beispiel. Dagegen finden selbst die schlausten Kleintiere keine Gegenmittel. Dennoch gibt es unter den weiteren Lebewesen in Sachen Intelligenzquotient deutliche Abstufungen. Forscher vergeben die Silbermedaille an die Ameise. Beispielsweise organisieren die Tierchen ihren eigenen Sanitätsdienst. Die ohnehin als sozial eingestellten Geschöpfe bringen verletzte Artgenossen zurück ins Nest. Dort versorgen sie die Wunde und retten damit häufig Leben. Einige Gattungen benutzen Holzteilchen, Staub- oder Sandkörnchen, um sie als Schwamm zweckzuentfremden. Darüber transportieren sie Flüssigkeiten ins eigene Nest.

Der Biene schreibt der Volksmund analog der Ameise vor allem „Fleiß“ als Charaktereigenschaft zu. Dies ist sicherlich nicht falsch, wenngleich Forscher dieses Flugobjekt auch als „Albert Einstein“ unter den Insekten bezeichnen. Damit bekommt das Kleintier die virtuelle Goldmedaille im Intelligenz-Wettbewerb umgehängt. Aber was sind die Kriterien für diese Auszeichnung? Bienen finden nicht nur den Weg vom Bienenstock zur Blüte und wieder zurück. Sie können ihren Artgenossen durch einen Tanz die Wegbeschreibung mitteilen. Zudem können sie Objekte voneinander unterscheiden und sogar Menschen individuell abgrenzen. Ebenso fällt ihnen zählen und rechnen nicht schwer. Daher passt auch die Verbindung zum Titel „Albert Einstein“.

Grundsätzlich führt die Lebensform der Ameisen und Bienen zu einer überdurchschnittlichen Intelligenz. Forscher stellten fest, dass Tiere in großen Völkern grundsätzlich als „schlauer“ zu bezeichnen sind. Die Notwendigkeit des Zusammenlebens und der Kommunikation erfordert automatisch eine „gesunde“ Intelligenz. Doch Vorsicht! Auch „dümmere“ Tiere können sich in Häusern verirren, deshalb sind Fliegengitter eine wirksame Prophylaxe.

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