08 Feb

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten: Insektenschutz international Teil 3 – Kanada

Die imposante Skyline von Vancouver, Kanada. Foto: Barbara Helgason / Depositphotos.com

Begleiten Sie uns im dritten Teil unserer Serie in das Land von Eishockey und Ahornsirup. Kanadas Millionenstädte mit ihren malerischen Buchten und mit schneebedeckten Gebirgsformationen im Hintergrund sind seit langem beliebte Reiseziele. Stechmücken und Krabbelgetier können jedoch schnell die schönste Idylle zunichte machen …

Heute: Kanada

Längst ist Kanada über seine Klischees hinausgewachsen: Abseits vom vermeintlichen Leben in Iglus, den weltberühmten rot gekleideten Polizisten zu Pferd und dem Wintersport begeistert das beliebte Einwanderungs- und Reiseland durch seine kulturelle Vielfalt. Metropolen wie Ottawa, Montreal oder Québec stehen dabei symbolisch für die einzigartige kanadische Kombination von Weltoffenheit, Fortschritt im Einklang mit der Natur und dem französisch-englischen Flair.

Klima:
Kanada liegt in der sogenannten borealen Zone. Diese beinhaltet sowohl Polarklima als auch gemäßigtes Klima, was im Landesdurchschnitt lange, kalte Winter und kurze heiße Sommer mit sich bringt. Die etwas gemäßigteren, Küstenregionen mit hohem Niederschlag stehen dabei gegensätzlich zu den trockenen Gebieten im inneren des Landes.

Insekten:
In Sachen Krankheitsübertragung ist Kanada im Vergleich zu Thailand oder Südafrika ein relativ harmloses Pflaster. Die einzige Krankheit, die dort nachgewiesen von Stechmücken übertragen wird, ist das “West Nile Virus”. Dieses wird jedoch relativ selten weitergegeben und ist meist nur für alte und immunschwache Menschen gefährlich.

Dennoch: Mit einigen unliebsamen Stech- und Beissinsekten ist nicht zu spaßen. Blackflies (Kriebelmücken), Horseflies und Deerflies (Pferde- und Hirschlausfliege), wie auch Stechmücken und Zecken sind nicht gerade selten. In Waldnähe besonders nach der Frühlingsschmelze oder starken Regenfällen, bei Dämmerung und an windstillen Tagen sind diese sehr aktiv.

Diese Insekten injizieren während des Beissens oder Stechens Gerinnungshemmer ins Blut, welche äußerst unangenehmen Juckreiz oder sogar Schwellungen hervorruft. In besonders schlimmen, seltenen Fällen kann eine Vielzahl von Bissen auch Kreislaufbeschwerden, pseudoallergische Reaktionen oder Blutvergiftungen hervorrufen.

Was hilft?
Die üblichen Insektenschutzvorkehrungen sollten hier genügen: Schutzmittel (Insect Repellents) wie sie in den örtlichen Apotheken erhältlich sind aber auch lange, helle Kleidung sind zu gegebener Zeit Pflicht.

Bei chemischen Stoffen sollte wie immer darauf geachtet werden, ob das Präparat hautverträglich ist. Deshalb geringe Mengen vorsichtig auf der Haut testen und irritierte oder verletzte Hautstellen unbedingt meiden.

Fogger oder Bug Bombs, also Dosen, die Insektizide versprühen, sind bereits seit mehreren Jahren nicht mehr im Handel erhältlich. Da diese gesundheitlich äußerst bedenklich sind, sollten Sie, auch wenn Sie diese empfohlen oder angeboten bekommen, lieber die Finger davon lassen.