08 Aug

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten: Teil 14 – Madagaskar

Kometenfalter, von Heinonlein - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44390153

In Zeiten eingeschränkter Reiseaktivitäten unternehmen wir einen Ausflug in eines der interessantesten Länder der Erde: Madagaskar. Dank Millionen von Jahren in Abgeschiedenheit vom Rest der Welt beherbergt der afrikanische Inselstaat im Indischen Ozean eine unvergleichliche Vielfalt an endemischen Arten, darunter zigtausende Insekten.

Wer diese enorme Fülle live erleben möchte, hat dazu möglicherweise nicht mehr viel Zeit. Obwohl viele der Insektenarten auf der Welt viertgrößter Insel noch gar nicht entdeckt wurden, sind die tropischen Wälder, wo die meisten der mehr als 100.000 Arten leben, stark gefährdet. Bevor Menschen begonnen haben, die 586 000 qkm Inselfläche für ihre Zwecke in Besitz zu nehmen, war Madagaskar komplett von Urwald bedeckt. Heute, da mehr als 26 Millionen Menschen auf der Insel leben, sind bereits 90 % der grünen Lunge durch Holzeinschlag und Brandrodung verschwunden.

Zahlreiche der Insekten Madagaskars sind richtige Schönheiten. Vor allem unter den etwa 3.000 Schmetterlingen und Nachfaltern tummeln sich auffallend große und bunte Vertreter. Kometenfalter (Foto) und Regenbogenfalter zählen zu den größten Schmetterlingen der Erde.

Auch unter den mehr als 20.000 Käfern und etwa 150 Heuschreckenarten scheint ein Wettbewerb um die auffälligsten Wesen zu herrschen. Deshalb lohnt sich eine Reise für Insektenfreunde besonders.

Auch wenn auf Magagaskar nur sehr wenige giftige Arten bekannt sind – Schlangen fehlen der Inselfauna komplett – lechzen trotzdem altbekannte Plagegeister nach dem Blut von Einheimischen und Besuchern. Die im Tropenraum weit verbreitete Anophelesmücke sorgt bei ihren Angriffen auch hier für Infektionen mit Malaria. Und dies ist nicht die einzige tropische Krankheit, die in Madagaskar von Stechmücken übertragen wird.

Madagaskar-Reisenden wird deshalb dringend empfohlen, die üblichen Repellentien zur Mückenabwehr mitzuführen und bei den Ausflügen in die bunte Tier- und Pflanzenwelt möglichst wenig blanke Haut zu zeigen.

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