04 Jan

Eine Weltreise durch das Reich der Insekten: Teil 8 – Peru

Alpaka, © Mario Prell / pixelio

Zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Sie mitnehmen auf eine Reise in ein Land der Superlative. Peru ist mit einer Fläche von 1.285.216 qkm das drittgrößte Land Südamerikas und bietet wunderbare Natur in all ihrer Vielfalt.

In Peru liegt das Zentrum der sagenumwobenen Inka-Kultur, weswegen hier auch zahlreiche kulturhistorische Schätze zu entdecken sind. Zehn Einträge dazu finden sich auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO, am bekanntesten die alten Inkastädte Cuzco und Machu Picchu, und so darf das Land Jahr für Jahr viele Touristen auf dem Inka-Trail, aber auch an den Stränden des Pazifiks, willkommen heißen.

Heute: Peru

Der Staat Peru liegt im Westen des südamerikanischen Kontinents am Pazifischen Ozean und reicht an seiner Nordspitze nahe an den Äquator heran. Es besitzt ein so genanntes Semipräsidiales System und ist in 25 Selbstverwaltungsgebieten, den Departamentos, gegliedert. In der nordöstlichsten und größten Region Loreto bildet sich durch Vereinigung seiner beiden Quellflüsse der Amazonas, der wasserreichste Fluss der Erde. Südwestlich davon bildet der Hauptgebirgszug der peruanischen Anden, ein Abschnitt des längsten Gebirges der Erde, eine natürliche Barriere und teilt Peru in zwei Teile.

Auch wenn sich die Zivilisation auf der westlichen Seite konzentriert – in der Agglomeration um die Hauptstadt Lima lebt etwa ein Drittel der gut 30 Millionen Menschen zählenden Bevölkerung des Landes – liegt der Großteil des Staatsgebiets auf der Ostseite und besteht zum überwiegenden Teil aus dem undurchdringlichen Urwald des Amazonasbeckens. Ein Besuch dieses wunderschönen Landes verspricht atemberaubende Erlebnisse mit einmaligen Ein- und Aussichten. Trotzdem sollte der Besucher, wie überall in Lateinamerika, sehr vorsichtig sein und die Empfehlungen der Perukundigen ernst nehmen.

Klima:

Dank seiner extremen Höhenunterschiede und den Gegensätzen auf beiden Seiten des Hochgebirges besitzt das mitten in den Tropen gelegene Land die ganze Bandbreite der Klimazonen. Dementsprechend unterteilen die Geografen das Staatsgebiet in drei Landschaftszonen, die Costa (Küste) im Westen, die Selva (Wald) im Osten und die Sierra (Gebirge) dazwischen. Entlang des extrem trockenen Küstenstreifens herrscht ein relativ kühles Wüstenklima, das im Süden in die chilenische Atacama, die trockenste Wüste der Erde, übergeht. Verantwortlich für diese Trockenheit ist der Humboldtstrom, die kalte Meeresströmung vor der Westküste Südamerikas. Bis zu den Andengipfeln – der Nevado Huascarán bildet mit 6768 m das Dach Perus – kann man auf kurze Entfernung fünf Klimazonen bis zum ewigen Schnee und Eis, andererseits in den waldreichen Weiten des Amazonasbeckens auf der Andenostseite die feuchten Tropen erforschen.

Insekten:

Analog zu den klimatischen Verhältnissen präsentiert sich folgerichtig auch die Tier- und Pflanzenwelt Perus in einer unübersehbaren Vielfalt. Anders als bei den zumeist freundlichen Lamas und Alpakas, den Kamelen Südamerikas, sollten sich Reisende für die Begegnung mit Insekten wappnen. In weiten Teilen des Landes besteht die Gefahr, sich mit Malaria, Gelb- oder Dengue-Fieber zu infizieren. In wenigen Regionen traten in den vergangenen Jahren vereinzelt sogar Fälle von Beulen- und Lungenpest auf, eine bakterielle Infektion, verbreitet durch Ratten und Flöhe. Schwangeren sei gesagt, dass in Peru auch das Zika-Virus vorkommt.

Was hilft?

Es wird empfohlen, in den Gebieten mit starkem Mückenvorkommen möglichst wenig Haut zu zeigen, regelmäßig, d.h. alle zwei bis drei Stunden, Repellentien, also Mückenschutzmittel wie Salben oder Sprays, aufzutragen und nachts Moskitonetze zu verwenden. Sinnvoll ist es, sich gegen einige Krankheiten (Diphtherie, Gelbfieber, Hepatitis A und Hepatitis B, Tetanus, Tollwut, Typhus) impfen zu lassen. Zudem sind Hygiene und Vorsicht beim Verzehr von Lebensmitteln angebracht. Wanderer sollten sicherheitshalber immer eine kleine Reiseapotheke mitführen.

Wenn Sie Vorsicht walten lassen und die Ratschläge beherzigen, dürfen Sie sich über unvergessliche Tage in traumhaft exotischer Natur freuen.

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