16 Sep

Fliegen „natürlich“ vertreiben – Teil 2

Foto: Birute Vijeikiene / Depositphotos.com

Im ersten Teil gaben wir Ihnen bereits einige Möglichkeiten an die Hand, um lästige Fluginsekten im Hausinneren zu vertreiben oder abzuschrecken. Dabei standen natürliche Hausmittelchen im Vordergrund. Weiterhin gilt: Insektenschutzgitter sind zur Abwehr von Kleintieren das Nonplusultra. Da es allerdings keinen hundertprozentigen Schutz gibt, lohnt ein Blick auf weitere, einfache „Abwehrstrategien“.

Im ersten Teil hatten wir bereits eine für Fliegen toxische Mischung erwähnt. Eine weitere Rezeptur erhalten Sie nun: Drei Teile Fruchtsaft, ein Teil Essig und zwei Teile Wasser. Einige Tropfen Spülmittel runden den „Anti-Fliegen-Cocktail“ ab. Dieses Gemisch wirkt Wunder und beinhaltet gleich mehrere Geheimnisse. Erstens zieht es die Plagegeister an, zweitens ertrinken sie darin und drittens dauert der Prozess nicht lange. Durch die verminderte Oberflächenspannung gehen die Flugobjekte beim ersten Kontakt unter.

Eine ähnliche Wirkung wie der geschilderte Flüssigkeiten-Mix entwickelt in Sirup getränktes Löschpapier. „Garniert“ mit etwas gemahlenem Pfeffer zieht es die Kleintiere an und sie bleiben kleben. Auf diese Weise basteln Sie ihre eigene natürliche Fliegenfalle.

Mit dem Duftstoff von Lavendel oder Basilikum teilten wir schon im ersten Teil zwei pflanzliche Spezies mit, die Insekten meiden. Doch es gibt weitere. Platzieren Sie diese beispielsweise an den Hausöffnungen und es werden sich nicht mehr viele Flugobjekte verirren. Ebenso macht es Sinn, insbesondere das Schlafgemach mit derartigen Pflanzen auszustatten. Grundsätzlich gilt die Regel: Intensive Düfte mögen die Kleintiere eher nicht. Dazu zählen unter anderem Pfefferminze, Zitronenmelisse, Rizinuspflanzen oder Zitronenverbene. Aber auch Geranien, Tomaten oder Kapuzinerkresse erfüllen ihren Zweck der Abschreckung.

Eine weitere Pflanze bewegt Insekten nicht nur zur Umkehr, sondern zum vorzeitigen Ableben. Fleischfressende Pflanzen locken vor allem Schmeiß- oder Obstfliegen an, um sie im Anschluss zu vertilgen. Teilweise müssen auch größere Mücken dran glauben. Die Kannibalen unter den Gewächsen können sogar im Außenbereich auf Terrassen oder Balkonen aufgestellt werden. Hierbei muss lediglich geklärt werden, ob sie winterfest sind. Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Fliegenfallen sorgen die Pflanzen selbst für die „Entsorgung“, während bei Alternativen der Mensch die kleinen Kadaver beseitigen muss.

An eine weitere Abwehrstrategie denken wohl die wenigsten Haus- bzw. Wohnungsbesitzer. Sowohl der Anstrich auf Terrassen, Balkonen oder Wänden kann mit einer Zugabe von Lorbeeröl versetzt werden. Dieses Aroma hassen Insekten wie die Pest und fliegen schnell zum Nachbarhaus. Falls Sie also die Hausöffnungen mit Fliegengittern absichern und die Wände mit einer Lorbeeressenz streichen, dann sorgen sie für doppelten Schutz. Durch die Insektenschutzgitter hindurch gelingt keinem Plagegeist der Eintritt und bei Öffnung wird es sich jedes Insekt zweimal überlegen.

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