07 Okt

Fliegen „natürlich“ vertreiben – Teil 3

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sarcophagid_fly_Portrait.jpg

Im ersten und zweiten Teil dieser Serie informierten wir hauptsächlich darüber, Insekten mit Essig, Lavendel oder Basilikum den Spaß in Ihren vier Wänden zu vermiesen. Nun nehmen wir einige verblüffende, aber primitive Maßnahmen unter die Lupe, die dem Schutz vor Insekten dienen. Natürlich bieten Fliegengitter hervorragende Protektion vor Plagegeistern. Darüber ist sich die Fachwelt einig, allerdings ist ein hundertprozentiger Schutz Illusion und deshalb lohnt ein Blick auf ergänzende Methoden.

Wer kennt ihn nicht? Ein Hotspot für Insekten ist sicherlich die mit Nahrungsresten befüllte Mülltonne. Die Kleintiere fühlen sich in diesem Eldorado wohl. Doch was bedeutet diese Erkenntnis im Umkehrschluss für das Aufkommen der Flugobjekte im Hausinneren? Essensreste sind eine, wenn nicht sogar die Hauptanziehungsquelle schlechthin. Dabei legen Fliegen & Co. bereits auf kleinste Teile großen Wert. Ebenso müssen wir Zweifüßler wissen, dass Insekten Reste an uns nicht direkt sichtbaren Orten problemlos aufspüren.

Essensreste befinden sich selbstverständlich auch an allen Gefäßen, in denen sich Inhalte für die Mahlzeit befanden. Hier gilt derselbe Ratschlag wie beim vorherigen Punkt. Diese Überbleibsel sollten möglichst schnell von der Bildfläche verschwinden. Nahrung in verschlossene Gefäße abfüllen, leere Behältnisse in die Spülmaschine. Bereits in kurzer Zeit finden Insekten nämlich Gefallen an den Getränke- und Speiseresten. Die warmen Temperaturen im Sommer verstärken diesen Prozess.

Achtung Haustierbesitzer! Den Kot benutzen Fliegen gerne zur Ablage ihrer Larven. Sollten Sie mit der Reinigung des Katzenklos also längere Zeit warten, dann ist im wahrsten Sinne des Wortes „die Kacke am Dampfen“. Eine Fliegenplage ist vorprogrammiert. Beim Blick auf einen zweiten Fliegen-Hotspot erübrigt sich jede wissenschaftliche Analyse der gerade aufgeführten These. Ein Misthaufen besteht ebenfalls aus Kot und stellt für die Flugobjekte das Paradies auf Erden dar.

Fliegengitter umfassen eine Vielzahl an Vorteilen. Einer davon ist das problemlose und insektenfreie Lüften. Sollten Sie an einer Stelle trotzdem auf Insektenschutzgitter verzichten wollen, dann sollte wenigstens ein wichtiger Ratschlag befolgt werden. Es sollten ausschließlich schattige Fenster geöffnet werden. Dies hat zwei Effekte. Erstens ist die Luft in der Regel kühler und zweitens suchen Insekten in dieser Konstellation in geringerer Zahl den Weg ins Hausinnere auf. Das liegt daran, dass die Plagegeister viel häufiger sonnendurchflutete Orte aufsuchen.

Eine weitere klimatische Lüftungs-Regel minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass ungebetene Gäste durch die Öffnung gelangen. Die Flugobjekte halten sich bei Regenschauern und windigen Verhältnissen kaum im Außenbereich von Häusern auf. Das Risiko gestaltet sich also in dieser Phase als viel geringer. Doch Vorsicht! Sollten Sie unmittelbar vor einer Regenfront oder einem Unwetter lüften, so bewirkt das genau das Gegenteil. Die Kleintiere spüren nämlich den Wetterumschwung und suchen deshalb Schutz.

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