30 Dez

Gedanken und Wünsche zum Jahreswechsel

Das Jahr neigt sich dem Ende. Abseits aller Insektenwelten und -schutzgittern bietet die Zeit zwischen den Jahren immer etwas Raum, um über das wirklich Wichtige nachzudenken.

Doch was ist das wirklich Wichtige? Diese Frage ist offensichtlich nur subjektiv zu beantworten. Lassen Sie uns zunächst die gemeinsamen Nenner finden. Das abgelaufene Jahr hat uns in jedem Fall deutlich gezeigt, dass Gesundheit und Zufriedenheit mehr Wert besitzen als Erfolge im Business und auf der Karriereleiter. Gesundheit ist hier im engeren Sinn als Abwesenheit körperlicher Krankheiten, Schäden oder Gebrechen zu verstehen.

Etwas komplizierter sieht es mit der geistigen bzw. der seelischen Gesundheit aus. Ohne an dieser Stelle auf die zutage getretenen “Beschwerden” einzugehen, mussten wir beobachten, dass heftige Symptome durch Verwerfungen innerhalb unserer Gesellschaft ausgelöst werden, die Anlass zur Sorge geben. Folgen sind tiefe Wunden und Verletzungen, Spaltung und Gewalt. Dabei ist der Mensch zweifellos ein soziales Wesen und leidet zwangsläufig unter den Konflikten.

Die Frage ist, wie wir die eskalierte Energie in Bahnen lenken, die die Wunden wieder heilen lassen. Vielleicht wäre ein Vergleich mit Beispielen aus der Natur hilfreich. Wenn wir unsere Gesellschaft mit einem gigantischen Ameisenhaufen, einem riesigen Fischschwarm oder einem Wald in all seiner Vielfalt vergleichen, werden wir feststellen, dass bei fehlendem Zusammenhalt nichts mehr funktionieren würde. Zusammenhalt entsteht aus gemeinsamen Zielen, Empathie und Akzeptanz. Unter Umständen hilft auch ein gemeinsamer Gegner. By the way: Klimawandel, Artensterben, Pflegenotstand u.v.m. – Auswahl dafür gibt es genug.

Was also ist zu tun? Wir schlagen vor, dass jede(r) bei sich selbst beginnen möge, sich die Frage zu stellen, was er – oder sie – zur Gesundung beitragen kann und möchte. Oder, im besten christlichen Sinn: Wer mehr hat, als er braucht, gebe etwas ab. So viele Menschen leben in Not und sind auf Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen. Jeder weiß es, viele tun etwas. Manche aktiv, andere als Spender. Auch gemeinsames Geben kann Zusammenhalt schaffen.

Aus Erkenntnissen muss nicht immer gleich der große Lebens-Wandel folgen. Kleine Schritte genügen schon. Hauptsache ist doch, dass die Richtung stimmt und – frei nach dem Schlusssatz aus “Dinner für One”: “Let’s do our very best!”

Wir sind jedenfalls voller Dankbarkeit darüber, dass es uns vergleichsweise gut geht und machen uns dies täglich bewusst. Und wir wissen: Es kann sich täglich ändern: durch ein Unwetter, eine Erkrankung, einen Unfall oder eben auch durch Unfrieden.

Wir wünschen Ihnen allen für das neue Jahr, dass Sie im Frieden sind und verschont bleiben mögen von leidvollen Erfahrungen und, sollte Ihnen doch etwas dergleichen widerfahren, dass Sie Hilfe erhalten. Denken Sie daran: Wie sind alle miteinander verbunden auf dieser Erde – so oder so.

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