07 Aug

Gutes Raumklima trotz Insekten-Attacken

Foto: Benjamin Haas / Depositphotos.com

Fenster und Türen schützen unter anderem vor Insekten. Warum dann überhaupt Insektenschutzgitter? Dieser Frage gingen wir auf den Grund.

Eine wortwörtlich „atemberaubende“ Zahl: 15.000 Liter Luft atmet ein Erwachsener pro Tag ein und wieder aus. Dieses Lebenselixier ist natürlich genauso überlebenswichtig wie Essen oder Getränke. Bei der Nahrung können die meisten Menschen zwischen gesund und ungesund unterscheiden, zumindest in groben Zügen. Doch wie schaut es mit den Kenntnissen in Sachen Luft aus?

Ein optimales Raumklima beziffern Wissenschaftler mit etwa 20 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Natürlich variieren die Zahlen je nach Zimmerart, Anzahl der Personen und Jahreszeiten. Faustregel: Ein Wohlfühlklima ist vom optimalen Raumklima nie weit entfernt. Dringender Ratschlag der Fachwelt zur Verbesserung des Raumklimas ist das Lüften. Ohne Fliegengitter freuen sich allerdings vor allem alle Kleintiere über diesen Tipp.

Die Thematik rund ums Lüften kann bis zu einer Wissenschaft erweitert werden. Grundkenntnisse sollte allerdings jeder Mensch mit einem Gesundheitsbewusstsein darüber haben. Die Richtlinien der Experten sind relativ gut verständlich. Jeder Wohnraum sollte idealerweise pro Tag etwa drei bis fünf Mal jeweils mindestens zehn Minuten stoßgelüftet werden. Räume wie Bäder oder Küchen sollten zudem nach Nutzung mit Sauerstoff versorgt werden. Die wichtigsten Zeiten im Schlafzimmer sind unmittelbar nach dem Aufstehen sowie vor dem Zubettgehen.

Lüften ist nicht gleich lüften. Die Wirksamkeit wird durch das sogenannte „Querlüften“ deutlich erhöht. Sobald die Wohnung oder das Haus an zwei Stellen geöffnet wird, entsteht ein Durchzug. Dieser führt zu einer hohen Luftzirkulation und damit zu extremem Austausch. Wer die erwähnten Ratschläge beachtet, der ist so gut wie auf der sicheren Seite. Natürlich hat die Technologisierung auch vor diesem Bereich keinen Halt gemacht. Ein Raumsensor oder Hygrometer kann beispielsweise die Luftfeuchtigkeit messen und überwachen. Angeschlossene automatisierte Fenster können sich je nach Einstellung der Werte öffnen und für die nötige Luftzufuhr sorgen.

Ein Grund für das richtige Lüften ist mögliche Schimmelbildung. Feuchtes Raumklima wie in Badezimmern fördert die Entstehung von Giftstoffen. Gesundheitliche Schäden sind allerdings auch bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit vorprogrammiert. Insbesondere im Winter führt extremes Heizen bei gleichzeitig zu wenig Luftaustausch zu zu geringer Luftfeuchtigkeit. Dieses Raumklima reizt die Schleimhäute und greift diese an.

Oftmals bewirken kleine Veränderungen Wunder. Beispielsweise rauben brennende Kerzen dem Hausinneren Luft. Deshalb sollten sie unter diesem Aspekt vermieden werden. Dunstabzug beim Kochen transportiert „ungesunde“ Luft ab. Zimmerpflanzen verwandeln Kohlendioxid in Sauerstoff. Sie sind also wahre Katalysatoren für gutes Raumklima. Bei allen Hilfsmitteln steht das richtige Lüften allerdings an erster Stelle. Mit den richtigen Insektenschutzgittern ist dies ein kleiner Aufwand für Sie, aber ein großer Nutzen für Ihre Gesundheit.

Ein Gedanke zu „Gutes Raumklima trotz Insekten-Attacken

  1. Danke für diese Info. Ich hoffe, dass sich durch dieses Querlüften mein Raumklima im kommenden Winter deutlich verbessern wird – vom Wegbleiben unschöner Flecken einmal abgesehen.

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