03 Aug

Insekt des Monats August: Die Ameise

Foto: Andrey Pavlov / Depositphotos.com

Klein, leicht zu übersehen, im eigenen Haus unerwünscht. Im großen Ganzen aber effektiv und ein wichtiger Bestandteil der Natur. Was macht Ameisen so besonders?

Ameisen sind in Staaten organisiert. Jeder Staat besteht aus Hunderten bis Millionen einzelnen Tieren, die in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt sind. Es gibt drei Gruppen: Die Königinnen, die fruchtbaren Männchen und die Arbeiterinnen. Stirbt die einzige Königin des Staates, bedeutet dies das Ende für den gesamten Staat, denn allein die Königinnen sind für die Reproduktion des Staates zuständig. Ihre natürliche Lebensdauer beträgt abhängig von der Ameisenart teilweise mehr als 25 Jahre. Die Männchen sterben dagegen gleich nach der Paarung, die Arbeiterinnen überleben nur zwei bis drei Jahre.

Auf den ersten Blick scheint ein Ameisenhaufen ein unorganisiertes Gewusel zu sein. Doch die Strukturen in einem Ameisennest sind genau aufeinander abgestimmt. Die Kommunikation zwischen den Tierchen funktioniert über Duftstoffe, auch Pheromone genannt. Diese kommen beispielsweise bei der Nahrungssuche zum Einsatz. Die Kundschafter-Tiere bewegen sich noch ziellos, bis sie den kürzesten Weg zur Futterquelle gefunden haben. Den Weg markieren sie mit Pheromonen. Je mehr Ameisen diesen Weg finden, desto stärker wird die hinterlassene Duftspur. Nach und nach passen sich auch die anderen Tiere an und folgen der kürzesten Spur.

So gelangen sie nicht selten in die heimische Speisekammer – zum Leidwesen der Eigentümer. Dennoch sind sie stark gefährdet: Der Mensch nimmt ihnen den Lebensraum. Sei es durch das Erschließen von Wohngebieten, intensive Landwirtschaft oder die Abforstung.

Würde man die Ameisen völlig aus einem Ökosystem entfernen, würde es sich stark verändern, im schlimmsten Fall könnte es zusammenbrechen. So klein die Tierchen auch sind: Jede Ameisenart hat in ihrem Lebensraum eine eigene Funktion. Sie fressen beispielsweise Raupen und Spinnen oder sind selbst die Beute von anderen Wildtieren. Ameisen, die unterirdisch leben, helfen bei der Bodenaufbereitung mit.

Daher fordern Wissenschaftler einen größeren Schutz für die nützlichen Tiere. Auch wenn wir es tunlichst vermeiden, eine Ameisenstraße in Garten oder Haus zu haben!

Wer sich noch näher mit diesem Thema befassen möchte, findet auf diesen Links weitere Informationen:
http://bit.ly/16jSZBU
http://bit.ly/1IpvdDK
http://bit.ly/SbxgEJ