12 Dez

Insekt des Monats Dezember: Der Oleanderschwärmer

Oleanderfalter auf einer Ringelblumenblüte. Foto: Matee Nuserm / Depositphotos.com

Dieser wunderschöne Wanderfalter ist leider nur sehr selten zu Besuch in unseren Breiten. Der Oleanderschwärmer, mit dem wissenschaftlichen Namen Daphnis nerii, ist hauptsächlich in Gebieten mit tropischer und subtropischer Witterung beheimatet.

Ganzjährige Temperaturen um die 28° Celsius wie beispielsweise im südpazifischen Raum und Mittleren bis Fernen Osten sind für den großen Schmetterling ideal. Ein Abwandern in nördliche Gefilde ist somit nur in heißen Jahren in den Sommermonaten üblich.

Seinen Namen hat das Insekt aufgrund seiner Leibspeise bekommen: Der Oleander stellt während des Raupenstadiums die Hauptnahrungsquelle und somit auch den wichtigsten Lebensraum dar. Sein perfektes Tarnmuster schützt ihn dabei vor Fressfeinden.

Anfangs leuchtend gelb wechseln die Raupen von Häutung zu Häutung ihre Farbe immer mehr zu grün – mit teils bläulichem oder rosanem Schimmer und weißer Punktierung. Zur Verpuppung zieht sich das Insekt unter die Sträucher ins Erdreich zurück und verfärbt sich braun mit schwarzen Punkten entlang der Seiten.

Der Oleanderschwärmer: Ein Meister der Tarnung

Erst einmal aus der Puppe geschlüpft, ist der Oleanderschwärmer mit bis zu 12 Zentimetern einer der größten hier vorkommenden Schmetterlinge. Trotz seiner enormen Körpergröße ist der ohnehin seltene Falter noch seltener bei uns zu sehen.

Das ausgewachsene Insekt schmückt nämlich eine kunstvolle Camouflage aus Grün-, Oliv- und Brauntönen, womit er vor unliebsamen Blicken verborgen bleibt. Diese Tarnung unterscheidet sich je nach der Bodentemperatur während der Puppenruhe: je wärmer die Durchschnittstemperatur, desto dunkler der geschlüpfte Falter. Da der Oleanderschwärmer zudem nachtaktiv ist, und sich kaum durch künstliches Licht anlocken lässt, wird man ihn in Deutschland nur schwer zu Gesicht bekommen.

An alle Hobby-Lepidopterologen: Lassen Sie sich trotzdem nicht entmutigen. Mit einem ruhigen Auge und entsprechender Geduld, werden Sie vielleicht noch fündig. Wenn nicht hier in Deutschland, dann im Urlaub in Südostasien …