18 Mrz

Insekt des Monats März: Die Kleidermotte

Foto: Sixto Emmanuel Picones Puebla, depositphotos.com

Die Insektensaison geht jetzt erst wieder richtig los, doch diese kleinen Flattermänner sitzen vielleicht schon den ganzen Winter in Ihrem Kleiderschrank. Dort vermehren sie sich meist unbemerkt – sehr zum Leidwesen unserer Lieblingspullover, Westen oder Stricksocken. Diese stehen nämlich ganz oben auf dem Ernährungsplan der Kleidermotte.

Die ausgewachsene Tineola bissellilella wird bis zu einem Zentimeter groß und hat je nach Ernährung eine hellgelbe bis dunkelbraune Färbung. Die Flügel sind ohne Musterung und im Ruhezustand wie ein Dach über dem Körper zusammengeschlagen. Bevorzugter Wohnraum des Falters sind Lager- und Wohnräume des Menschen.

Mottenfraß – der Horror im Kleiderschrank

Obwohl die Kleidermotte selbst nicht unbedingt abstoßend wirkt, so löst sie dennoch bei Sichtkontakt meist Ekel, Schreck oder zumindest Ärger aus. Denn die Larven des Schmetterlings machen es sich gerne in Kleidungsstücken aus Wolle gemütlich und fressen sich daran bis zur Verpuppung satt. Denn sie benötigen zum Heranwachsen das Protein Keratin, welches in Tier- und Menschenhaaren enthalten ist. Wolle, Pelz und Tierfelle sind daher bevorzugte Nahrungsmittel, sobald sich die Tiere in unserer Wohnung eingenistet haben. Auch Teppiche und natürliche Dämmstoffe in der Wohnraumisolierung können befallen sein.

Die Entwicklung vom Raupenstadium bis zu fertigen Motte dauert zwischen zwei Monaten und einem halben Jahr. Da die Weibchen jedoch 100 bis 250 Eier legen, kann eine Generation schnell erheblichen Schaden anrichten.

Wie werde ich Motten los?

Eine sehr saubere, effektive und umweltfreundliche Art, die unliebsamen Mottenlarven loszuwerden, ist das Auslegen von Schlupfwespenkärtchen. Diese sehen aus wie Visitenkarten, enthalten jedoch die mit bloßem Auge kaum sichtbaren Schlupfwespeneier. Diese Nützlinge sind, sobald sie geschlüpft sind, zwar kleiner als ein Stecknadelkopf, haben jedoch eine große Wirkung: Sie suchen sich die Motteneier und legen dort ihre eigenen Eier ab, aus denen einige Tage später wiederum Schlupfwespenlarven schlüpfen. Die Motteneier werden damit selbst zum Futter und das Mottenproblem wird auf natürliche Weise großflächig gelöst. Die bei diesem Vorgang “gezüchteten” Schlupfwespen sterben ab oder fliegen davon, sobald keine Motteneier mehr zu finden sind.

Einzelne kontaminierte Kleidungsstücke können sicher verpackt in einer Plastiktüte für 48 Stunden ins Tiefkühlfach gelegt werden, um Schädlinge abzutöten.
Chemie ist mit Vorsicht zu genießen

Natürlich helfen auch die altbekannten Mottenkugeln, Mottenpapier, Pheromonfallen, sowie ätherischen Ölen aus Lavendel oder verschiedenen Holzarten (Zeder, Zirbelkiefer oder Niembaum). Kritiker warnen jedoch davor, dass diese Möglichkeiten gefährliche chemische Giftstoffe oder Allergene enthalten könnten. Vor der Nutzung dieser Gegenmaßnahmen sollten also immer die Inhaltsstoffe und die Verträglichkeit der jeweiligen Mittel überprüft werden.

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