10 Mrz

Insekten als „blinde Passagiere“

Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) (Seven-Spot Ladybug) Foto: User Quartl, Wikimedia Commons

In der griechischen Mythologie bedienten sich griechische Soldaten eines Tricks, um elegant innerhalb der Stadtmauern Trojas zu gelangen. Sie versteckten sich im Bauch eines riesigen Pferdes aus Holz, welches die ahnungslosen Einwohner in den Stadtkern gezogen haben. Insekten gelingt der ungebetene Eintritt in Häuser über einen ähnlichen Kniff.

Ein Geheimnis ist es schon lange nicht mehr, Gegenmittel gestalten sich dennoch als schwierig. Die besten Insektenschutzgitter helfen nichts, wenn die Plagegeister Eintritt über andere Schleusen in die eigenen vier Wände finden. Ein willkommener Weg ist in den Wintermonaten das „Transportmittel“ des Brennholzes. Lässt sich dagegen vorgehen? Hilft die Holzlagerung im Keller?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, dass sich Insekten in Brennholz einnisten. Entweder sind sie bereits von Beginn der Waldarbeiten fester Bestandteil. Oder sie machen es sich im Laufe der Holzlagerung kuschelig. Es ist mittlerweile ein Klassiker im Waldgebiet: Käfer & Co. besiedeln Baumstämme und sorgen für eine Erkrankung des Holzgewächses. Wenn dieser „Patient“ zum Brennholz umfunktioniert wird, dann reisen die Plagegeister zwangsläufig zu den Endabnehmern und final in die Wohnzimmer. Hierbei hilft auch die Zwischenlagerung innerhalb des Hauses wenig.

Gesteigert wird ein Schädlingsbefall in der sogenannten „Saftzeit“. In diesem Zeitraum ziehen die relativ feuchten Gehölze Insekten förmlich in ihren Bann. Aus diesem Grund ist die Phase von November bis Februar ideal, da die Baumstämme dort eine hohe Trockenheit aufweisen. Im Übrigen ist das auch der Grund, dass wir im Normalfall kaum um den Zustand von Möbeln bangen müssen. Das Holz ist derart trocken, dass es nicht nach dem Geschmack der tierischen Eindringlinge ist.

Für einen optimalen Brennwert sollte Brennholz geschützt vor Niederschlägen sowie luftig gelagert werden. Als positiver Nebeneffekt zieht dieser Zustand keine Insekten an. Dagegen reichen bereits feuchte Keller aus, um die Entwicklung von Trockenholzinsekten wie den Nagekäfer zu ermöglichen. Dieser macht auch vor verbauten Holz- und Möbelstücken keinen Halt. Allerdings ist dies eine absolute Ausnahme. Im Normalfall handelt es sich beim Befall in Holzteilen um die Larven von Käfern. Erstens vermehren sich diese nicht und zweitens beschädigen sie nichts. Aus diesem Grund raten Experten dazu, die entpuppten Larven in die Außenwelt fliegen zu lassen. Der Einsatz von chemischen Waffen wäre an dieser Stelle völlig unnötig und ungesund.

Die Forstbehörde, dein Freund und Helfer. Dies gilt bei in Hinblick auf die Untersuchung der Kleintiere. Die Profis können nach der Analyse meist Entwarnung geben. Sollte das Ergebnis allerdings Spezies wie den Splintholzkäfer ergeben, so gilt höchste Alarmbereitschaft für Ihre Einrichtung.

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