18 Feb

Insektenschutz durch Tonic Water?

Foto: Dario Valerani / Depositphotos.com

Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Ein Gläschen Gin Tonic und schon sind wir vor jeglichen Krankheiten geschützt, die durch Mücken übertragen werden. Doch was ist wirklich dran am Gerücht, dass Tonic Water als Insektenschutzmittel eingesetzt werden kann?

Tatsächlich steckt in diesem Mythos ein Fünkchen Wahrheit. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde Tonic Water aufgrund seines hohen Chiningehalts als Wirkstoff zur Malariavorbeugung eingesetzt. Chinin wird aus der Rinde des Chinarindenbaums gewonnen und ist nicht nur bei Malariaerkrankungen dienlich, sondern wirkt zudem schmerzstillend und fiebersenkend.

Im heutzutage erhältlichen Tonic Water ist der Chiningehalt jedoch so gering, dass eine Malariaprophylaxe durch den Genuss dieses Getränks nicht mehr möglich ist. Das Chinin dient heute nur noch dazu, dem Tonic Water seinen typisch bitteren Geschmack zu verleihen. Doch auch wenn uns das Tonic Water nicht mehr vor Malaria schützt, so profitieren wir doch von seiner Geschichte. Denn aufgrund der starken Bitterkeit wurde das Getränk gerne mit Gin vermischt, der den starken Geschmack mäßigen sollte. Diesem Umstand verdanken wir, dass wir heute in fast jeder Bar den Longdrink Gin Tonic finden können.

Halten wir uns die fliegenden Plagegeister also doch lieber mit hochwertigen Insektenschutzgittern vom Leib und genießen so gut geschützt einen leckeren Gin Tonic!

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