31 Jul

Interview: Schutz vor Elektrosmog und Insekten – Teil 2

Experte im Bereich Umweltanalytik: Foto: Dr. Moldan

Dr. Dietrich Moldan, der seit 1996 ein Ingenieurbüro für Umweltanalytik betreibt, kennen Sie bereits aus einem vorherigen Beitrag. In diesem zweiten Teil des Interviews wird er weitere Tipps geben, wie man sich leicht vor Hochfrequenzstrahlung schützen kann.

Sie haben verschiedenste Abschirmmaterialien getestet. Wie schneiden die Gitter im Vergleich zu anderen Produkten ab?

Moldan: Je feinmaschiger ein Gitter ist, umso höher ist die Reduzierung der
Strahlungsdichten. Bei den E-Smog Schutzgitter der Firma Neher wird mit
99,9 % ein hoher Abschirmgrad erzielt. Das entspricht einer Reduzierung der
Strahlungsdichte um den Faktor 1.000.

Welche ähnlich einfachen Möglichkeiten gibt es noch, um sich vor
Hochfrequenzstrahlung zu schützen?

Moldan: Die einfachste Methode sich in den eigenen vier Wänden zu
schützen ist auf Hochfrequenzsender wie schnurlose Telefone nach dem DECT-Standard oder WLAN zu verzichten. Kommt die Strahlung von außen in die Wohnung rein, sei es aus der Nachbarwohnung oder von Mobilfunksendeanlagen, so gibt es zahlreiche Lösungsmöglichkeiten mit speziellen Produkten wie Farben, Vliese, Tapeten, Gipskartonplatten, Gitter usw.

Haben Sie Zuhause selbst Insektenschutzgitter?

Moldan: Ich habe Insektenschutzgitter an jedem Fenster, jedoch ist die
Belastung durch hochfrequente Strahlung so gering, dass ich bisher keine E-Smog Schutzgitter benötigt habe.

Gut so! ….Mal ehrlich: Was machen Sie selbst, um den
Elektrosmog in Ihrem Haus niedrig zu halten?

Moldan: Ich habe bei meinem Hausbau im Jahr 2004 bereits nur abgeschirmte
Elektrokabel eingesetzt und verzichte nach wie vor auf schnurlose
Telefone nach dem DECT-Standard und auf WLAN. Stattdessen benütze ich
schnurgebundene Telefone und LAN-Kabel für die Computer.

Wie wichtig ist es den Gerätestecker aus der Steckdose raus zu ziehen
und somit den Standby- Modus vermeiden?

Moldan: Der Verbrauch von Geräten im Stand-by wurde im Vergleich zu
früheren Zeiten drastisch reduziert. Viele Geräte lassen sich jedoch überhaupt
nicht mehr vom Netz trennen, auch wenn man den Ein-/Ausschalter gedrückt
hat. Zur Vermeidung von elektrischen Wechselfeldern und zum Schutz bei
Überspannungen durch Blitzeinschläge empfiehlt sich das Trennen des
Gerätes vom Netz, was zum Beispiel entweder durch Ziehen des
Netzsteckers oder auch über schaltbare Tischverteilerleisten bzw.
Zwischensteckdosen erzielt werden kann. Dabei ist unbedingt auf einen
zweipoligen Schalter zu achten, der nahezu quadratisch ist. Halb so
breite Schalter trennen nur eine Leitung und können, wenn sie falsch rum
eingesteckt sind, im ausgeschalteten Zustand zu sehr starken Erhöhungen
der elektrischen Wechselfelder führen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Mehr Infos zum Dienstleistungsangebot von Dietrich Moldan finden Sie 
unter www.drmoldan.de.