29 Okt

Marienkäfer ohne Ende

Foto von Fadi, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19915200

Kleine rote Käfer mit idealerweise sieben Punkten: Marienkäfer zählen neben Bienen, Hummeln und bunten Tagfaltern zu den beliebtesten Insektenarten. Nicht nur wegen ihres niedlichen Aussehens, sondern wegen ihres großen Appetits auf Blattläuse sind sie vor allem bei Gartenbesitzern gern gesehen.

Trotzdem gibt es Zeiten, in denen sie zur Plage werden. Derzeit, bei buntester Herbstfärbung, treten die kleinen Glücksbringer in manchen Regionen in Massen auf. Während sich die Menschen in Deutschland möglichst ungesellig verhalten sollen, haben die Winzlinge keine Berührungsängste und drängen gerne mit großem Geleit in unsere Behausungen ein. Wenn wir sie denn lassen!

Die Käferchen kennen sich aus: Wenn das Blattwerk lichter wird und die Uhr auf Winterzeit gestellt wurde, werden die Nächte länger und kälter. Der erste Frost dürfte nicht mehr weit sein. Also schnell ins Warme! So schwer kann es ja nicht sein. Schließlich steht Lüften ganz hoch im Kurs. Wenn Fenster auf, dann rein, heißt die Devise.

Hat der gepunktete Fanblock seinen angestammten Naturraum gegen Bad oder Wohnzimmer eingetauscht, ist es zumeist vorbei mit fröhlicher Gastfreundschaft. Die Krabbler wieder unbeschadet ins Freie zu bringen, kann je nach Vielbeinigkeit ziemlich aufwändig werden. Spätestens jetzt könnte Mensch auf die Idee kommen, dass ein Insektenschutzgitter sie vor der Invasion bewahrt hätte. Das Fenster permanent geschlossen zu halten, ist schließlich nicht empfehlenswert.

Selbstredend kommt es nicht in Frage, Marienkäfer zu töten. Erstens wegen der Sympathie und zweitens, weil sie im kommenden Jahr wieder reichlich Blattläuse vertilgen sollen. Das gilt übrigens auch für Arten mit mehr oder weniger Punkten und gelben statt roten Deckflügeln.

Nebenbei: Auch Stinkwanzen treten mancherorts auf der Suche nach einem warmen Winterplätzchen gerade massenweise auf. Obgleich ihnen der Sympathiebonus fehlt, sollten Sie auch diese grünen und harmlosen Gesellen nicht in Ihrer Wohnung um die Ecke bringen. Sonst machen sie ihrem Namen alle Ehre und Ihnen stinkt’s daheim anschließend gewaltig.

Fazit: Muggergitter ran, ordentlich lüften und die Wohnung gehört Ihnen! Viel Glück und bleiben Sie gesund!

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