08 Okt

Mit dem Flugsimulator die Welt der Insekten entdecken

Wilhelm Zimmerling PAR / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Die Naturschutzorganisation BirdLife Schweiz will zusammen mit dem Unternehmen Somniacs einen Insekten-Flugsimulator auf die Beine stellen. Damit sollen kleine und große Interessierte über Blumenwiesen fliegen und die Welt als Schmetterling erleben können.

Eine tolle Geschichte: Der Traum vom Fliegen als Insekt lässt sich vielleicht bald hautnah in der Schweiz ausprobieren. Somniacs, ein Projekt von Max Rheiner, im Hauptberuf Leiter des Masterstudiengangs Design Interaction an der Züricher Hochschule der Künste, baut futuristisch aussehende Flugsimulatoren. Dabei liegt der Benutzer mit dem Bauch auf einer nach allen Seiten beweglichen Maschine. An den Armen sind Flügel befestigt, mit denen man richtige Schlagbewegungen ausführen kann.

VR-Brille, Kopfhörer und Fahrtwind mittels eines Ventilators komplettieren die Apparatur für ein naturnahes Erlebnis. Zwei Stück dieser Simulatoren sollen bald Ausstellungen bereichern: Die Wanderausstellung “Abheben für die Biodiversität” wird von 2022 bis 2025 in Teilen der Schweiz unterwegs sein. Der zweite Simulator soll Teil der großen Insekten-Sonderausstellung “Kleine Tiere ganz groß” im BirdLife-Naturzentrum Neeracherried im Kanton Zürich werden.

Ob das Projekt bis dahin verwirklicht wird, hängt allerdings davon ab, ob das aktuell laufende Crowdfunding erfolgreich ist. Dieses läuft noch bis November 2021 und soll 40.000 Schweizer Franken dafür einsammeln. Wenn auch Sie also unbedingt als Schmetterling eine Runde drehen wollen, dürfen Sie sich gerne beteiligen.

Eindrücke vom Flugsimulator und dem Flugerlebnis können Sie sich hier bzw. hier ansehen.

Diese Form der Insekten-Flugsimulation stellt eine Weltneuheit dar. Mit weniger Körpereinsatz sind allerdings seit einigen Jahren auch andere Insektensimulatoren auf dem Videospielemarkt erhältlich. Der Bee Simulator des Spieleproduzenten Bigben entstand zum Beispiel in Kooperation mit dem Naturschutzbund NABU und kommt auch dessen Insektenschutzfonds zugute.

Dabei interessiert uns persönlich, ob die Erfinder auch Situationen eingebaut haben, in denen die kleinen Flieger mit Insektenschutzgittern konfrontiert werden. Das wäre doch doppelt lebensnah!

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