13 Nov

Natürliche Feinde von Insekten – Teil 1

Foto: Jose Angel Astor Rocha / Depositphotos.com

Wir berichteten bereits über Schadstoffe, welche der Mensch im Alltag einsetzt. Nebenwirkung: Insektensterben. Man kann das Blatt drehen und wenden wie man will. Fliegengitter sind sinnvolle Barrieren, um sich Plagegeister „natürlich“ vom Leib zu halten. Damit bleiben Insekten vor der Haustüre und somit gilt auch für sie das „Grundgesetz“ der Natur: „Fressen und gefressen werden“ lautet der knallharte Überlebenskampf in freier Wildbahn. In diesem Teil lechzen einige Tiere nach ihrer Leibspeise „Insekten“.

Der Mensch hat es nicht als einziges Säugetier auf Insekten abgesehen. Während es bei uns Zweibeinern oftmals um den Schutz vor den „Flugobjekten“ geht, ernähren sich andere Säugetiere von diesen. Beispielsweise stehen Insekten bei Igeln, Bären, Dachsen oder Spitzmäusen auf dem Speiseplan. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich diese flugunfähigen Tiere schwertun, die schnelle Beute einzufangen. Aus diesem Grund haben sie es auf die Wespenbrut abgesehen. Damit bedienen sie sich problemlos einer proteinhaltigen Mahlzeit. Auf alle Fälle müssen Insekten stets mit dem Angriff von Säugetieren rechnen. Dabei spielt keine Rolle, ob diese zu insekten- oder fleischfressenden Arten zählen.

Flugfähige Insekten sind also vor am Boden lebenden Säugetieren weitgehend in Sicherheit. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Flugraum ein beruhigendes Refugium darstellt. In diesem halten sich nämlich auch Vögel auf. Zu deren Lieblingsnahrung zählen Insekten. Viele Vögel wie der Wespenbussard und der Bienenfresser haben dadurch sogar ihren Namen erhalten. Trotz ihrer Flugqualitäten sind Vögel nicht auf den Kopf gefallen. Auch sie bedienen sich oftmals der Brut, die sich in der Erde befindet. Die Vögel graben Löcher, zerpflücken die Waben und ernähren sich von der Insektenbrut. Außerdem verfüttern sie diese an ihre Nachkommen. Bei den erwachsenen Bienen oder Wespen picken die Vögel vor der Nahrungsaufnahme den Stachel sowie die Giftdrüse ab. Insbesondere die sogenannten Weichfresser wie Meisen oder Spechte bedienen sich der Insektenbrut in morschem Holz oder Pflanzenstengeln.

Auch kleinste Lebewesen werden Insekten oftmals zum Verhängnis. So richten es sich Milben gemütlich auf deren Körperoberflächen ein. Sie benutzen die Insekten schmarotzend als ihren Wirt. Dadurch schwächen sie diesen und auf Dauer geht er daran zugrunde. Wespen macht ein derartiger Befall nichts aus. Bei Bienen und Hummeln schaut es allerdings schlechter aus. Dafür ist die Todesursache bei einer Wespenbrut in einem feuchten Milieu häufig der Pilzbefall.

Der zweite Teil dieser Serie handelt vor allem von gefährlichen Artgenossen. Insekten fressen Insekten. Aber auch interessante Einblicke in die Pflanzenwelt lohnen, wenn es um den Tod von Insekten geht.

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