21 Nov

Natürliche Feinde von Insekten – Teil 2

Dionaea muscipula ("Venus Flytrap", "Venusfliegenfalle") that caught an insect victim. Foto: Sebastian Stahl, Germany, Wikimedia Commons

Im ersten Teil dieser Serie mussten sich Insekten bereits vor einigen Feinden in Acht nehmen. Das „Grundgesetz“ der Natur steht für permanenten Überlebenskampf aller Tiere. „Fressen und gefressen werden“, das gilt selbstverständlich auch für Insekten. In diesem Teil kommen erstaunliche Fressfeinde zum Vorschein. Die eigene Spezies macht keinen Halt vor Artgenossen. Außerdem zeigen wunderschöne Pflanzen ihr wahres Gesicht. 

Fliegen wirken im Vergleich zu Bienen, Wespen und Hornissen eher ungefährlich. Doch das kann sehr täuschen, denn einige werden für sie sogar zum Verderben. So machen beispielsweise die „Raubfliegen“ ihrem Namen alle Ehre. Sie greifen ihre Opfer mit ihren kräftigen Beinen in der Luft an und saugen sie mit ihrem Stechrüssel aus. Da hilft den Bienen & Co. auch ihre Stacheln nichts.

Die Dickkopffliege bringt die Wespen nicht direkt um die Ecke. Sie legen Eier auf ihnen ab und daraus schlüpfen Maden. Diese bedienen sich ihres Wirts und fressen ihn von innen auf. Die Schmarotzerfliege legt ihre Larven in Wespennestern ab. Die Wespen-Nachkommen werden von diesen aufgefressen.

Die Larven des Wespenkäfers bedienen sich ebenfalls der Wespen. Sie warten auf vorbeikommende Wespenarbeiterinnen und schmiegen sich an diese. Damit erhalten sie mit Leichtigkeit Eintritt in die Nester. Sie bohren sich in die Wespenlarven und daraus entsteht nach Verpuppung der fertige Käfer. Ganz schön schlau.

Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ mutieren Ameisen in großen Scharen zu einer Gefahr für Wespen. Hier macht es die Summe und das aggressive Verhalten, welche die Ameisen-Arbeiterinnen zur tödlichen Gefahr für die Wespenbrut werden lassen.

Ein Klassiker sind natürlich die tödlichen Fallen der Spinnen. Insekten aller Art bleiben während ihrer Flugmanöver in den Netzen hängen. Dann haben die „Achtfüßler“ leichtes Spiel und können die Gefangenen aussaugen. Damit haben sie eine verlässliche Nahrungsquelle. Es sei denn, sie haben im Vorfeld ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht. Aus zu schwachen oder kleinen Netzen können sich die Insekten meist sehr leicht befreien. Mit ihren Mandibeln trennen sie Fäden durch oder entkommen aufgrund ihres Eigengewichts.

Zur Todesfalle für Insekten zählen auch Pflanzen auf allen Erdteilen. Diese sind „fleischfressend“ und wachsen an Standorten ohne oder mit nur wenigen Nährstoffen. Um den eigenen Überlebenskampf zu meistern, bedienen sie sich einem Wunder der Natur. Sie locken mit prächtiger Farbenvielfalt und verlockendem Nektar-Duft Insekten aller Art an. Haben diese sich eine solche Pflanze als Landeplatz ausgesucht, bleiben sie an dem klebrigen Gewächs hängen. Die Pflanze profitiert nun ihrerseits von der nährstoffreichen Beute und saugt die Insekten aus.

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