31 Aug

Repellentien – Mückenabwehr für unterwegs

Foto: Roger De Marfa Taillefer / Depositphotos.com

Immer wieder, vor allem im Rahmen unserer Artikelserie “Insektenschutz weltweit”, empfehlen wir die Verwendung von Repellentien zur Abwehr von Stechmücken und weiterer blutsaugender Insekten. Doch was genau verstehen wir unter diesen Mitteln?

Dem Begriff nach sind Repellentien Substanzen, deren Geruch für die Zielorganismen so abschreckend wirken, dass diese dadurch vertrieben werden. Der Zweck der Repellentien besteht also keineswegs darin, Insekten zu töten, sondern sie mittels der verströmenden Duftstoffe auf Distanz zu halten.

Aufgrund ihrer Herkunft und Gewinnung können wir die Abwehrmittel in zwei Kategorien einteilen: natürliche und chemische Präparate. Die natürlichen bestehen aus ätherischen Ölen pflanzlichen Ursprungs. Als mückenabweisend werden einige gängige Küchenkräuter genannt, etwa Basilikum, Rosmarin, Salbei, Thymian oder auch Gewürznelken.

Zahlreiche weitere Pflanzen und ihre öligen Extrakte werden als Mückenabwehr angepriesen: Citronella, Duftgeranie, Eukalyptus, Katzenminze, Lavendel, Pelargonie, Ringelblume, Teebaum, Zeder, Zitronen-Monarde oder auch Palmarosa, ein tropisches Süßgras. Ebenso wirksam sollen Tomatenpflanzen ihre Umgebung mückenfrei halten.

Inwieweit die aufgezählten Pflanzen und die daraus gewonnenen ätherischen Öle zuverlässig für eine mückenfreie Umgebung sorgen, sei dahingestellt. Ob die vielfach gekauften Citronella-Duftkerzen oder Lavendelsäckchen im Schlafzimmer, Mücken nehmen auf ihrer nächtlichen Blutsuche nicht immer Rücksicht auf die vermeintlich abschreckenden Gerüche.

Eklatant unterscheiden sich die natürlichen Essenzen von ihren chemischen Mitbewerbern bei ihrer Verwendung als Hautauftrag. Ätherische Öle besitzen eine vergleichsweise kurze Wirkzeit. Bei Ausflügen in die Natur greifen viele Menschen lieber zu Sprühfläschchen oder Geltuben aus industrieller Produktion.

Die chemischen Wirkstoffe der zumeist verwendeten Marken heißen Diethyltoluamid, Esbiothrin, Geraniol oder Icaridin. Den größten Marktanteil reklamieren Diethyltoluamid (DEET) und Icaridin für sich. Während Letzteres als besonders hautfreundlicher Wirkstoff gilt, sind sich Fachleute bei DEET nicht wirklich einig. Dessen mögliche Nebenwirkungen sind nicht ohne.

Schwangere und Kinder sollten Mittel, die DEET enthalten, besser nicht verwenden. Laut einer aktuellen Studie soll die Chemikalie auch die Insekten schädigen, anstatt sie nur fernzuhalten. Dafür ist sie unbestritten erste Wahl für den Einsatz in Gebieten mit Malariarisiko. Achten Sie also bei der Vielzahl an Handelsware auf die Inhaltsstoffe – und auch auf das Vorhandensein einer Prüfnummer.

Was auch immer Sie bevorzugen, um draußen nicht gestochen zu werden – der beste Schutz für drinnen besteht nicht aus Duftstoffen, sondern aus feinmaschigen Muggergittern. Definitiv!

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