16 Mai

Schmetterlingsbaum: Ein Insektenparadies

Wilhelm Zimmerling PAR / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Wenn die Natur im Einklang ist, dann ruft dies positive Gefühle hervor. Gerade in Zeiten, in denen die Welt in Schieflage scheint. Unter Einklang ist auch zu verstehen, dass sich Lebewesen zwar begegnen, sich allerdings alle in ihrem Lebensraum ungestört wohlfühlen. Fliegengitter dienen beispielsweise als „Stoppschild“ für Insekten. Trotzdem will der Mensch die Kleintiere nicht auf den Mond schießen. Aus diesem Grund gibt es vielseitige Hilfe, um Insekten weitere Lebensräume oder Futterquellen zu eröffnen. Der Schmetterlingsbaum steht dabei exemplarisch für eine unendliche Fauna und Flora.

Vor einigen Jahren kamen findige Entdecker auf die Idee, der Bienenwelt mit „Bienenhotels“ unter die Flügel zu greifen. Die Insekten freuten sich seitdem über die inflationäre Ausweitung von Nist- und Ruheplätzen, meist in der Nähe von Häusern. Mensch und Tier können damit in Einklang dicht nebeneinander leben. Analoge Konstellationen entstehen mit der passenden Selektion von Pflanzen im hauseigenen Garten. Blüten ersetzen Insektenschutzgitter nicht, aber die Flugobjekte lassen sich auf ihrem Weg ins Hausinnere gerne durch die Pflanzenwelt ablenken.

Wie der Name bereits verrät: Am Schmetterlingsbaum erfreuen sich vor allem Pfauenauge, Admiral, Zitronenfalter & Co. Natürlich nehmen weitere Insekten gerne den Weg zu dieser Pflanze auf sich. Sie besticht durch ihre farbenprächtigen, duftenden und nektarreichen Blüten. Der Schmetterlingsbaum wird auch Sommerflieder genannt, obwohl keine direkten Verwandtschaftsverhältnisse bestehen. Auf alle Fälle ist er in jedem Garten Anziehungspunkt für Mensch und Tier. Ein gutes Beispiel dafür, dass beide Spezies auf engem Raum gut miteinander leben können.

Wer nun auf den Geschmack kam, der sollte sich sputen. Idealer Pflanzzeitpunkt ist nämlich das Frühjahr. Ab diesem Termin holt sich der Schmetterlingsbaum die größte Widerspenstigkeit für den kommenden Winter. Dadurch ist er winterhart und benötigt wenig Pflege. Sein Anspruch beschränkt sich auf einen sonnigen Standort sowie einen regelmäßigen Schnitt. Zu viel Konkurrenz mag er nicht, da er selbst viel Platz benötigt. Bis zu fünf Meter breit kann er werden. Zu einem uneingeschränkten Wachstum bedarf es eines relativ windarmen Ortes sowie eines nährstoffreichen Bodens.

Sollte der Besitzer Gefallen am Schmetterlingsbaum finden, so kann er mit Stecklingen für Nachwuchs sorgen. Das macht frühestens nach zwölf Monaten Sinn, weil zu diesem Zeitpunkt Längen von circa 15 cm gut abgeschnitten werden können. In einem Blumentopf mit einem Sand-Torf-Gemisch kann sich die Anzucht bestens entwickeln. Wenn diese Prozedur im Sommer begann, dann ist die neue Pflanze bereits im Herbst für den Winter überlebensfähig. Einer Umbettung in die freie Wildbahn spricht nichts entgegen. Insekten bekommen eine größere Auswahl für ihre Nahrungsaufnahme, Gartenbesitzer erfreuen sich an einer noch größeren Blütenpracht.

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