06 Dez

Vorweihnachtliches Gedicht einer Fliege

Mensch, wie ist die Zeit verflogen,
alles and‘re wär‘ gelogen.
Bald ist sie da, die ruhige Zeit,
das Christkind steht bereits bereit.

Der Nikolaus hat viel zu naschen,
prall gefüllt sind seine Taschen.
Mit ihm muss ich fliegen und schnell sausen,
denn bei vielen Häusern bleib‘ ich draußen.

Das ist für mich schon ganz schön bitter,
ich hab‘ null Chance gegen Fliegengitter.
Frohe Menschen seh‘ ich durch die Scheiben,
doch ich muss leider draußen bleiben.

Am liebsten beschenkt der Nik‘laus Kinder.
Von außen seh‘ ich‘s im kalten Winter.
Die „Muggergittermacher“ sind daran schuld,
zugegeben – ihre Gitter sind schon Kult.

Sie verwehren mir Einlass in jedes Haus
und sehen dazu leider noch gut aus.
Mal schauen, ob ich sie austricksen kann
als Mitreisender im Sack vom Weihnachtsmann.

Im wahrsten Sinn des Wortes, als „blinder Passagier“
– es ist nämlich ziemlich dunkel hier –
schaff‘ ich es so tatsächlich ins Haus.
Das klappt nur ein Mal im Jahr, an Nikolaus.

Schöne Grüße, jetzt nutze ich die Chance,
von den „Muggergittermachern“ aus der Fliegengitter-Branche.
Eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch,
Klatsch! – eine Fliegenpatsch‘… jetzt bin ich futsch.