08 Okt

Tigermücken wieder in Bayern gesichtet

Asiatische Tigermücke, von James Gathany, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3670049

Es häufen sich Meldungen, dass in Bayern tropische Tigermücken nachgewiesen wurden. Vor kurzem wurde eine in Mittelfranken gefunden. Dies war u.a. auch dem Bayerischen Rundfunk eine Mitteilung wert.

Wissenschaftlern ist seit Jahren klar, dass sich aufgrund des Klimawandels die Lebensräume tropischer Pflanzen und Tiere nach Mitteleuropa verschieben. Besonders ärgerlich ist dieser Umstand, wenn dadurch entweder einheimische Arten verdrängt als auch Krankheiten eingeschleppt werden. Als ob uns unsere vertrauten weißblauen und fränkischen Stechmücken nicht schon genug plagen würden, dürfen wir nun zusätzlich wegen der getigerten Klimamigranten Panik schieben.

Gemäß BR-Meldung wurden in Bayern an zwölf Standorten Tigermücken nachgewiesen. Die Funde werden seit dem Jahr 2012 in einem Mückenatlas dokumentiert. An diesem Mückenmonitoring beteiligen sich bayernweit inzwischen rund 2.000 Hobby-Mückenjäger.

Glücklicherweise wurden bei den eingefangenen Einwanderern bislang keine exotischen Viren gefunden, sodass sich die Belästigung durch die Asiatischen Tigermücken und die Asiatischen Buschmücken auf Blutverlust und Juckreiz beschränkt. Dies ist jedoch keine Gewähr für die Zukunft.

Beheimatet sind Tigermücken normalerweise in Süd- und Südostasien. Sie sind bekannt als Überträger von Krankheitserregern wie dem Zika-Virus, dem Chikungunya-Virus und dem Dengue-Virus, die bei Mensch und Tier schwere Krankheitsbilder und sogar den Tod hervorrufen können.

Trotz aller Anstrengungen wird es uns wohl nicht gelingen, die Verschiebung der Klimazonen rückgängig zu machen. Somit werden wir uns mit immer mehr exotischen Plagegeistern konfrontiert sehen. Was bleibt, sind Abwehrmaßnahmen gegen die neuen Feinde. Nicht zuletzt zählt dazu die Abschirmung der Wohnbereiche, natürlich am besten mit hochwertigen Insektenschutzgittern – bevorzugt aus unserem Hause.

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